Witt-Stahl, Susann (Autor)

Susann Witt-Stahl (Jahrgang 1961) ist eine deutsche Journalistin, Buchautorin und Aktivistin, die sich insbesondere mit kulturpolitischen und gesellschaftskritischen Themen befasst. Sie studierte Musikwissenschaft und Philosophie und arbeitet seitdem im Netzwerk freier Journalisten des Medienbüros stahlpress in Hamburg. 

Witt-Stahl veröffentlichte zahlreiche Beiträge und Aufsätze zur Darstellung von Krieg in der Kulturindustrie sowie zur Kritik an gesellschaftlichen und ideologischen Entwicklungen, darunter auch zur Behandlung von Tieren und Fragen der Ethik.  Neben ihrer publizistischen Tätigkeit ist sie auch als Herausgeberin und Autorin mehrerer Bücher in Erscheinung getreten, die sich mit politischer Theorie, Antisemitismusdebatten und kulturellen Themen beschäftigen. 

Von 2014 bis zur Einstellung im Jahr 2022 war sie Chefredakteurin der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus, die sich im Laufe der Zeit von einem Musikmagazin zu einem politisch ausgerichteten Kulturmedium entwickelte.  In diesem Rahmen prägte sie die inhaltliche Ausrichtung der Zeitschrift maßgeblich mit.

Darüber hinaus ist Witt-Stahl in politischen und aktivistischen Kontexten tätig und war unter anderem im Umfeld von Tierrechtsinitiativen aktiv.  Ihre öffentliche Rolle verbindet journalistische Arbeit, kulturtheoretische Analyse und politisches Engagement, wobei ihre Beiträge häufig im Kontext gesellschaftskritischer Debatten rezipiert werden.

Wikipedia (DE): Susann Witt-Stahl

Kulturelle Hegemonie und fehlende Gegenkultur - mit Susann Witt-Stahl

Welche Rolle spielt kulturelle Hegemonie im Klassenkampf? Und fehlt uns eine schlagkräftige Gegenkultur? Seit 2014 hat das Quartalsmagazin Melodie & Rhythmus seine Leserschaft mit marxistischer Gegenkultur gestärkt, als Antidot gegen die Kulturindustrie. 
Paracelus postulierte, dass die Dosis das Gift mache, und das gilt offenbar nicht nur für Junk-food (Essen ohne Nährwerte) sondern auch für Junk-Kultur (Kulturangebot ohne Bildungswert). Seit der Zwangspause des Magazins für Gegenkultur 2022, sind wir den Angriffen des herrschenden Kulturbetriebs schutzlos ausgeliefert.
In dieser Folge spricht Harro mit Susann Witt-Stahl, Chefredakteurin des Magazins, über die Kulturindustrie in Zeiten der „Zeitenwende“, die Schwächen im linken Feuilleton und die neoliberale Subkultur.

Kulturelle Hegemonie und fehlende Gegenkultur - mit Susann Witt-Stahl
Kommunisten Kneipe YouTube (17.11.2024)

20.06.2014 , Deutsch

Antifaschismus heute ist zunehmend systemfromm und affirmativ oftmals pure Ideologie. Mit marxistischer Analyse des Faschismus als terroristische Form bürgerlicher Herrschaft hat er immer weniger zu tun, meinen die Herausgeber des Bandes. Sie legen eine Sammlung von Streitschriften vor, die deutlich machen, was Antifaschismus nicht sein darf. Die zentrale These von Susann Witt-Stahl und Michael Sommer lautet: Antifaschismus droht zur Ode an die freie Marktwirtschaft zu verkommen. Er entwickelt sich zum Teil des Problems, nicht mehr der Lösung. Das ist eine ideologische Meisterleistung des Neoliberalismus.

ISBN 978-3-944233-13-0 20.06.2014 Derzeit nicht verfügbar