InfraRot - News unzensiert, ungefiltert, unbequem (Medienpräsenz)

45:06

Vor zwei Jahren hat er für seine Dokumentation „Nur ein Piks – im Schatten der Impfung“ viel Gegenwind bekommen, aber das war ihm nicht genug: nun kommt sein nächster Weckruf-Film „Warum ich – Wolf D. Kroll“ in die Kinos. Er erzählt die unglaubliche Geschichte eines Überlebenden der Schlacht um die Seelower Höhen und er zeigt den Krieg im Osten als das, was er ist: die Hölle. Regisseur Mario Nieswandt erzählt im Gespräch mit Iwan Rodionow, warum dieser Film für „nicht förderungsfähig“ befunden wurde und was ihm als DDR-Kind in der heutigen Realität als noch schlimmer erscheint.

4:58

Es ist ein besonderer Film, der demnächst ins Kino kommt. Er erzählt eine Geschichte, die unglaublicher nicht sein kann. Er trägt eine Botschaft, die eindringlicher nicht sein kann.  Er zeigt den Krieg im Osten, wie er wirklich ist: als die Hölle. Und er geht mit der neuen Kriegsertüchtigung hart ins Gericht. Dass die Systemmedien alles tun werden, um ihn unbemerkt zu lassen, steht damit so gut wie fest.

7:48

25.04.2026

Ab diesem Jahr werden in Deutschland US-Raketen hoher Reichweite stationiert. Die Begründung: Abschreckung Russlands. Was nicht erwähnt wird, ist dass die Planungen dafür lange Zeit vor dem Ukrainekrieg begonnen haben – noch unter Obama. Was noch im offiziellen Diskurs nicht erwähnt wird, welche Gefahren dabei übersehen – oder vertuscht werden.

8:50

Was sagt die Flucht dreier Parteien von X über sie selbst und über ihr Verständnis von Demokratie und Debattenkultur aus; Was verrät ihre gleichgeschaltete Begründung dieses Schritts; Was läuft auf der Plattform falsch und was richtig - und was in der anschließenden Diskussion unter den Tisch gefallen ist, damit befasst sich dieser InfraRot-Kommentar.

7:17

Der Fall Collien Fernandes hat eine Tragweite, die den meisten offenbar noch nicht bewusst ist. Die Gesetzgebung soll nun drastisch verschärft werden – und die Gesetzesanwendung noch mehr: von „proaktiver Strafverfolgung“ bis „Beweislastumkehr bei Tätern“ ist die Rede. Warum damit keine rechtlichen Lücken für Täter, dafür vielmehr Freiräume für Bürger geschlossen werden sollen – erfahren Sie aus unserem Kommentar. PS: Raten Sie, von wem der Satz stammt: „Die Nennung des eigenen Namens ist ein Recht des Äußernden, keine Pflicht.“ Die Auflösung finden Sie in diesem Beitrag.

46:36

In diesem Video führt der Kanal InfraRot ein Interview mit Keyvan Taheri (Mitglied der Hamburger SPD und migrantischer Politiker mit iranischen Wurzeln). Im Zentrum des Gesprächs stehen die Lage nach rund drei Wochen Krieg im Iran, die Rolle Deutschlands und die Einflussnahme politischer Lobbys.

Zeitmarken

Lage im Iran und Zivilbevölkerung

  • Umfang der Bombardements: Taheri berichtet, dass die Angriffe der USA und Israels mittlerweile weit über Regierungsviertel hinausgehen und systematisch die zivile Infrastruktur, Energieversorgung, Stadien und Kulturdenkmäler treffen [02:01]. In den ersten drei Wochen seien bereits mehr Zivilisten im Iran gestorben als in einem gesamten Jahr des Ukraine-Krieges [02:34].
  • Kommunikationssperren: Aufgrund von Internetsperren ist der Kontakt in den Iran derzeit fast nur noch über das Festnetz möglich [01:23].
  • Ausreisebedingungen: Entgegen anfänglicher Gerüchte über hermetische Grenzschließungen ist die Ausreise über den Landweg (z. B. mit dem Auto in die Türkei) für Personen mit gültigen Visa weiterhin möglich [00:46].

Deutschlands Rolle und Doppelmoral

  • Fehlende Souveränität: Taheri kritisiert, dass Deutschland durch die Nutzung der Air Base Ramstein den USA freie Hand für völkerrechtswidrige Angriffe lässt [05:32].
  • Kriegsbeteiligung über Rüstungsexporte: Ein Großteil der Rüstungsgüter für den Nahen Osten werde über den Hamburger Hafen abgewickelt, wodurch Deutschland indirekt zur Kriegspartei werde [05:17].
  • Doppelstandards bei Sanktionen: Während Deutschland gegen Russland und den Iran drakonische Sanktionen verhängt, werden die kriegführenden Staaten USA und Israel (trotz des völkerrechtswidrigen Angriffs) nicht sanktioniert [04:55], [07:08]. Taheri fordert die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran, da diese primär die Zivilbevölkerung treffen, während das System unberührt bleibe [08:08].

Die iranische Diaspora und die "Schah-Lobby"

  • Spaltung der Exil-Iraner: Taheri unterscheidet scharf zwischen den breiten demokratischen Protesten von 2022 (Frauen, Leben, Freiheit) und der aktuellen Propaganda der Monarchisten um Reza Pahlavi [10:48].
  • Forderung nach Bombardierung: Er kritisiert im Ausland sitzende exiliranische Gruppen und deutsche Politiker (z. B. Hamburger SPD-Abgeordnete), die vom sicheren Sofa aus die Bombardierung ihrer eigenen Heimat fordern [12:41]. Wer Raketen auf das eigene Land fordert, habe jede Legitimation verloren, für die iranischen Menschen zu sprechen [16:03].
  • Stabilisierung des Systems: Historische Erfahrungen (wie der Iran-Irak-Krieg 1980–1988) zeigen, dass ausländische Angriffe die Bevölkerung hinter der Führung zusammenschweißen (Rally around the flag). Der aktuelle Krieg habe das Regime nach innen gestärkt, statt es zu schwächen [20:14], [20:31].

Medien, Axel Springer und die "Staatsräson"

  • Kadavertreue und Cancel Culture: In der deutschen Politik gelte die unbedingte Unterstützung Israels als unantastbare Staatsräson [22:08]. Kritik führe reflexartig zum Antisemitismus-Vorwurf, was Karrieren in Politik und öffentlich-rechtlichen Medien beende [25:34], [27:19]. Es finde eine Verlagerung von faktenbasierter Politik hin zu reiner Gesinnungs- und Moralebene statt [35:41].
  • Einfluss des Springer-Verlags: Der Moderator verweist auf die tiefe Vernetzung von Springer-Chef Mathias Döpfner in transatlantischen und pro-israelischen Netzwerken (wie dem American Jewish Committee). Der Springer-Konzern sorge für ein mediales Ungleichgewicht, indem er ausschließlich die Perspektive einer Seite darstellt [37:02], [38:14].

Bewertung der Begründung des Atomprogramms

  • Keine Beweise für Waffenbau: Sowohl Taheri als auch der Moderator verweisen darauf, dass US-Geheimdienste seit 2003 jährlich bestätigen, dass der Iran kein aktives Atomwaffenprogramm betreibt [39:43], [41:22]. Der getötete Religionsführer Ali Chamenei habe den Bau von Atombomben per Fatwa explizit verboten [40:06].

Wehrhaftigkeit und dezentrale Strukturen

  • Vorbereitung auf den Erstschlag: Nach den Erfahrungen der US-Invasionen im Irak und Afghanistan habe das iranische Militär seit 2005/2006 dezentrale, autarke Kommandostrukturen aufgebaut. Das System laufe trotz der Tötung von Führungspersönlichkeiten nahtlos weiter [15:46], [42:56].
  • Taheri schließt mit der Einschätzung, dass der Iran so lange weiterkämpfen wird, bis eine nachhaltige regionale Lösung gefunden ist, die einen erneuten Überfall in der Zukunft ausschließt [44:27].

16:56

Harald Martenstein hat bei der Aufführung „Prozess gegen Deutschland“ im Hamburger Thalia-Theater eine Rede gehalten, die es in sich hat. Das Paradox dabei: er hat nichts gesagt, was nicht ohnehin schon bekannt ist.

Und trotzdem wird sie entweder als die „Jahrhundert-Rede“ gelobt, die "ein 84-Millionen-Publikum verdient hat", oder als „gefährlicher Unsinn“ verschrien.  Die Urteile sind meistens pauschal. Wir nehmen die Rede von  wir Martenstein  unter die Lupe  – unparteiisch und ohne Vorurteil.

ARD Framing Manual

Youtube: Vollständige Rede

37:56

Die Nahost-Expertin Karin Leukefeld berichtet seit 25 Jahren aus der Region. 
Auf InfraRot analysiert sie die Kräfteverhältnisse, den Verlauf und die gegenseitigen Strategien im Krieg der USA und Israels gegen den Iran. 
Warum Ayatollah Ali Khamenei keinen Schutz im Bunker vor den anfliegenden Raketen gesucht hat, warum das, was Karin Leukefeld die „strategische Geduld des Irans“ nennt, nun am Ende ist und was daraus folgt – das und vieles mehr erfahren Sie aus unserem aktuellen Gespräch.