Aktuell
Zusammenfassung
Dieses Briefing-Dokument fasst die zentralen Erkenntnisse über den systematischen Genozid an der indigenen Maya-Bevölkerung in Guatemala zusammen, der insbesondere in den frühen 1980er Jahren seinen Höhepunkt erreichte. Die Gräueltaten, die von der guatemaltekischen Armee im Auftrag einer wohlhabenden Oligarchie verübt wurden, umfassten über 400 separate Massaker mit schätzungsweise 100.000 Todesopfern. Laut der guatemaltekischen Wahrheitskommission sind 95 % dieser Todesfälle der Armee und den von ihr kontrollierten Bürgerwehren zuzuschreiben.
zur Guatemala-Seite Foto: Pixabay
Aufgenommen wurde der Film im Rahmen von Waters' Live-Show in der O2 Arena in Prag am 25. Mai 2023. Die visuell eindrucksvolle Inszenierung entstand unter der Regie seines langjährigen kreativen Partners Sean Evans.
Angekündigt als seine allererste »Farewell Tour«, ist diese Show ein eindrucksvolles Statement gegen die allgegenwärtige Konzern-Dystopie, in der wir alle ums Überleben kämpfen. Sie ist »allen Brüdern und Schwestern weltweit gewidmet, die den existenziellen Kampf um die Seele der Menschheit führen«.
Am 29. Novmber 2025 ist die Schattenblick-Druckausgabe Nr. 184 als Sonderausgabe 27 erschienen.
Editorial
Die Russen kommen
In der Geschichte der Ukraine kann auf ein 'Vordem' ununterbrochen zurückgeblickt werden, kurz, der Streit um sie ist uralt. Dabei geht es um nicht weniger als um ein Landgebiet, welches vom Umfang her etwas größer als Mecklenburg-Vorpommern ist. Ergänzend wäre noch zu erwähnen, dass die Krim, um die es hier geht, oft von verschiedenen Bevölkerungsgruppen unterschiedlicher Ethnien bewohnt wird und nicht nur von den sogenannten Krimtataren. Bis in die Ukraine hinein allerdings ist zudem auch heute noch die russische Sprache ein nicht ungängiges Verständigungsmittel.
Hat nicht der russische Präsident Putin versprochen, dass in der Ukraine jede Staats- und Regierungsform von Russland akzeptiert wird, wenn sich nicht auf offenkundigen Schleichwegen der sogenannte freie Westen sukzessive der Ukraine annähern würde mit dem Ziel, doch irgendwann die NATO, also das westliche Verteidigungsbündnis, diesem Land aufzufrachten? Hat nicht die Ukraine demgegenüber erklärt, sie würde bei einer Bündnisannäherung an die NATO das Recht beanspruchen, selbst zu entscheiden?
»Bourdieus Analyse des kulturellen Konsums und des Kunstgeschmacks ist trotz der hohen Anforderungen, die sie an den Leser stellt, nicht bloß für Sozialwissenschaftler, Kunstschaffende und Philosophen von Interesse, sondern für alle, die geneigt sind, ihre eigenen, meist als selbstverständlich aufgefaßten kulturellen Vorlieben und Praktiken zu prüfen.
Oberhalb von Cannes hat sich eine globale Wirtschaftselite angesiedelt, die von Sicherheitsdiensten geschützt und von einer Heerschar an Privatärzten und Psychiatern umhegt wird. Weil seine Frau Jane dort eine Stelle als Kinderärztin annimmt, verschlägt es auch den Journalisten Paul an diesen Ort, der ihm ein Paradies zu sein verspricht. Doch schnell wird klar, dass unter der blendend-gläsernen Oberfläche einiges faul ist.
Für den am 23. Januar 2002 verstorbenen fränzösischen Soziologen ist die Kommunikation die größte Hürde für eine Verständigung zwischen den Intellektuellen und den Arbeiter. Auf der Suche nach der Rolle von Intellektuellen kommen wir nicht an Pierre Bourdieus Analysen vorbei. Seine Forderungen nach Reflexion der eigenen sozialen Situation und Sprache sind heute relevant wie nie.
Um die Rolle der Literatur in der »Konservativen Revolution« möglichst vielseitig zu beleuchten, gliedert sich der Band in vier Teile: Im ersten Teil werden die literarischen Muster und Vordenker der »Konservativen Revolution« untersucht. Im zweiten Teil wird gefragt, welche sprachlichen und rhetorischen Neuprägungen sich in den Schriften der »Konservativen Revolutionäre« entdecken lassen. Der dritte Teil geht den persönlichen Kontakten, dem schriftlich dokumentierten Gedankenaustausch sowie den gemeinsam realisierten Publikationsprojekten nach. Der vierte Teil widmet sich schließlich der Rezeption des Gedankengutes der »Konservativen Revolution« nach 1945.
»Are we Rome?«
Die Identifizierung mit Rom und dessen Legitimationsformeln politischer Herrschaft, aber auch das Menetekel vom Untergang der Römischen Republik zählen seit dem 18. Jahrhundert zu den Narrativen US-amerikanischer Selbstverständigung. Neu ist jedoch die Vielfalt, mit der zuletzt in den USA die einst antiimperialistische Projektion auf das republikanische Rom durch Aufwertungen des früher verhassten Imperium Romanum relativiert wurde, um daraus – so kann es diese Studie zeigen – zustimmungsfähige Imperiumsvisionen zu schöpfen.
»Wenn vom Klassenkampf die Rede ist, denkt man niemals an seine ganz alltäglichen Formen, an die rücksichtslose gegenseitige Verächtlichmachung, an die Arroganz, an die erdrückenden Prahlereien mit dem ›Erfolg‹ der Kinder, mit den Ferien, mit den Autos oder mit anderen Prestigeobjekten, an verletzende Gleichgültigkeit, an Beleidigungen usw. Das Leben ändern, das müßte auch heißen, die vielen kleinen Nichtigkeiten zu ändern, die das Leben der Leute ausmachen und die heute gänzlich als Privatangelegenheiten angesehen und dem Geschwätz der Moralisten überlassen werden.« (Pierre Bourdieu)
Die freundliche Revolution
»Wir sind die Brandmauer!«, schleuderte Heidi Reichinnek Friedrich Merz im Bundestag entgegen, als dieser im Januar 2025 mit den Stimmen der AfD die deutschen Migrationsgesetze weiter verschärfen wollte. Ihre Wutrede verbreitete sich auf Instagram und Tiktok millionenfach und wurde zum Symbol für das Comeback der Linkspartei. Wenig später zog sie bei den vorgezogenen Bundestagswahlen mit fast neun Prozent in neuer Stärke und mit vielen jungen Gesichtern wieder in den Bundestag ein.
Das erste und bisher einzige Buch zum politischen Comeback des Jahres.




