Das Kapital im 21. Jahrhundert

"Das Kapital im 21. Jahrhundert" ist ein Werk von außergewöhnlichem Ehrgeiz, von großer Originalität und von beeindruckendem Rigorismus. Es lenkt unser ganzes Verständnis von Ökonomie in neue Bahnen und konfrontiert uns mit ernüchternden Lektionen für unsere Gegenwart.

ISBN 978-3-406-67131-9 8. Auflage, Neuausgabe 07.01.2016 29,95 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover) Neuausgabe
ISBN 978-3-406-80104-4 5. Auflage 03.01.2023 20,00 € Portofrei Bestellen (Buch: Taschenbuch) Neuausgabe

Der Film zum Buch

Wie funktioniert die Akkumulation und Distribution von Kapital? Welche dynamischen Faktoren sind dafür entscheidend? Jede politische Ökonomie umkreist die Fragen nach der langfristigen Evolution von Ungleichheit, der Konzentration von Wohlstand und den Chancen für ökonomisches Wachstum. Aber befriedigende Antworten gab es bislang kaum, weil geeignete Daten und eine klare Theorie fehlten. In "Das Kapital im 21. Jahrhundert" untersucht Thomas Piketty Daten aus 20 Ländern, mit Rückgriffen bis ins 18. Jahrhundert, um die entscheidenden ökonomischen und sozialen Muster freizulegen. Seine Ergebnisse werden die Debatte verändern und setzen die Agenda für eine neue Diskussion über Wohlstand und Ungleichheit in der nächsten Generation.

Piketty zeigt, dass das moderne ökonomische Wachstum und die Verbreitung des Wissens es uns ermöglicht haben, Ungleichheit in dem apokalyptischen Ausmaß abzuwenden, das Karl Marx prophezeit hatte. Aber wir haben die Strukturen von Kapital und Ungleichheit nicht in dem Umfang verändert, den uns die optimistischen Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg suggeriert haben. Der Haupttreiber der Ungleichheit - dass Gewinne aus Kapital höher sind als die Wachstumsraten - droht heute vielmehr extreme Formen von Ungleichheit hervorzubringen, die den sozialen Frieden gefährden und die Werte der Demokratie unterminieren. Doch ökonomische Trends sind keine Handlungen Gottes. Politisches Handeln hat ökonomische Ungleichheiten in der Vergangenheit korrigiert, sagt Piketty, und kann das auch wiedertun.

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Pressestimmen und Rezensionen

  •  Kapitalismus und soziale Ungleichheit. Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty schuf sein Opus Magnum. Von Andreas von Westphalen → Hintergrund vom 21.12.2014
  • Wer zockt uns ab, Monsieur Piketty? Interview Thomas Piketty und Jürgen Trittin über Wege zu mehr Gerechtigkeit, die Macht des Geldes und die Zwänge des Kapitalismus. Von Philip Grassmann, Nils Markwardt, Sebastian Puschner → derFreitag Ausgabe 4614 | 26.11.2014
  • Thomas Piketty und das Märchen vom Gleichheitskapitalismus. Endlich ist Thomas Pikettys „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ auch auf Deutsch erschienen. Bereits im Vorfeld hatte das neue „Kapital“ für großes Aufsehen gesorgt. Dabei handelt es sich um ein Buch, das im „Niemandsland“ zwischen Ökonomie und Geschichte wandert. Der Autor rechnet es der „politischen Ökonomie“ zu. Die Assoziation zu Marx‘ „Kapital“ hinterlässt viele Spuren in Pikettys Text. Sie ist symbolisch, trendy, fragwürdig, zuweilen wirklichkeitsnah – mehr aber auch nicht. Und dennoch handelt es sich zweifellos um ein bedeutendes Werk. Von Rainer Rilling → Blätter für deutsche und internationale Politik vom November 2014
  • Das Kapital im 21. Jahrhundert. Jede politische Ökonomie umkreist die Fragen nach der langfristigen Evolution von Ungleichheit, der Konzentration von Wohlstand und den Chancen für ökonomisches Wachstum. Thomas Piketty untersucht Daten aus 20 Ländern, mit Rückgriffen bis ins 18. Jahrhundert, um die entscheidenden ökonomischen und sozialen Muster unserer Gegenwart freizulegen. derFreitag Buch der Woche vom 06.11.2014
  • Wann wachen wir auf? Gerechtigkeit. Gegen die wachsende Schere zwischen Arm und Reich hilft nur noch eine antikapitalistische Revolte à la 1968. Pikettys Buch macht klar, dass es Zeit ist, sie zu erneuern. Michael Jäger → derFreitag vom 29.10.2014
  • Yes We Piketty. Ein »neues deutschland« über das »Kapital im 21. Jahrhunderts«, Ungleichheit und was man dagegen tun kann. → ND vom 09.10.2014
  • Ungleichheit - das neue Mega-Thema. Der Piketty-Bestseller „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ erschüttert die Ökonomie, die sich zu lange um Fragen der Einkommens- und Vermögensverteilung gedrückt hat. Von Till van Treeck →Capital vom 07.10.2014
  • Die Ungleichheitsmaschine. Eine Übersicht zu "Capital" von Thomas Piketty. Von Rainer Rilling → Telepolis vom 06.09.2014
  • Entschleierte Verhältnisse. Pikettys Ungleichheitsanalyse kritisch gewürdigt. Von Ekkehard Lieberam → Jungewelt vom 01.09.2014
  • Piketty, das Kapital und die Arbeit – ein Gastbeitrag von Hagen Krämer. Ein Blog von Mark Schieritz → Herdentrieb. So funktioniert Kapitalismus. Vom 14.07.2014 
  • Thomas Piketty: Capital in the Twenty-First Century. Ihr da oben, wir da unten. Wie ein dickes Wirtschaftsbuch die Welt erobert. Von Mark Schieritz → DIE ZEIT Nº 19/2014. 30.04.2014
  • Neue Reichtumsdebatte: Etwas ist faul im Kapitalismus. Ist Kapitalismus noch fair, wenn die Reichen immer reicher werden? In den USA, Europa und Deutschland tobt eine Debatte über die wachsende Ungleichheit - befeuert durch ein provokantes neues Buch. Von Nicolai Kwasniewski, Gregor Peter Schmitz und Marc Pitzke → SPON vom 23.04.2014

 

Siehe auch
 

Ingo Stützle
Kapitalismus: Die ersten 200 Jahre
Bertz+Fischer Verlag 2014
112 S., 7,90 €
 

Autoreninfos

Thomas Piketty (Jahrgang 1971) ist ein französischer Ökonom und Professor für Wirtschaftswissenschaften an der École des hautes études en sciences sociales in Paris. Er zählt zu den international bekanntesten Vertretern der empirischen Ungleichheitsforschung und befasst sich schwerpunktmäßig mit Einkommens- und Vermögensverteilung, Steuerpolitik und langfristiger Wirtschaftsentwicklung. Piketty war Mitbegründer der World Inequality Database, die historische und vergleichende Daten zu globaler Ungleichheit bereitstellt. Internationale Aufmerksamkeit erlangte er insbesondere mit dem Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, in dem er historische Datenanalysen mit wirtschaftstheoretischen Schlussfolgerungen verbindet. In weiteren Veröffentlichungen entwickelte er seine Analysen zu Eigentumsstrukturen, politischer Ideengeschichte und demokratischer Steuerung wirtschaftlicher Ungleichheit weiter. Er war zuvor Professor an der Paris School of Economics und lehrte zeitweise auch am Massachusetts Institute of Technology. Piketty tritt regelmäßig in internationalen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Debatten auf und veröffentlicht neben wissenschaftlichen Arbeiten auch Essays für eine breitere Öffentlichkeit. Seine Arbeit hat die Diskussion über soziale Ungleichheit, Besteuerung hoher Vermögen und wirtschaftspolitische Reformen nachhaltig geprägt.

Wikipedia (DE): Thomas Piketty | Website: Piketty

Wikipedia (DE): Thomas Piketty

Autoren

Erstellt: 16.07.2014 - 12:16  |  Geändert: 30.01.2026 - 14:27