Die blinden Flecken der 68er Bewegung

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1. Auflage 28.05.2018 , Deutsch

Wie eine Revolte zum Mythos wurde. Vor 50 Jahren begehrten die 68er überall gegen die Autoritäten auf und verlangten mehr individuelle Freiheit. Die Mythen, die aus ihrer Rebellion entstanden, sind noch heute vielfach ungebrochen. Wolfgang Kraushaar problematisiert die vorherrschenden Deutungsmuster der 68er-Bewegung und betont zugleich, dass unsere Zivilgesellschaft kaum ohne ihre Impulse vorstellbar wäre.

ISBN 978-3-608-98141-4 1. Auflage 28.05.2018 25,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Auch nach einem halben Jahrhundert gibt es noch immer viele offene Fragen, die einer klaren Deutung der 68er-Bewegung entgegenstehen. Unter ihnen stechen einige besonders hervor: Welche Rolle spielten Pop- und Rockmusik als Multiplikatoren des Protests? Welchen Stellenwert besaßen neue Aktionsformen wie Happenings, Sit-Ins sowie Teach- Ins? Und welche Bedeutung kamen Militanz und Gewalt zu, die einerseits die Ziele der Protestierenden zu beschädigen drohten, andererseits aber auch zur Publicity ihrer Forderungen nicht unerheblich beigetragen haben? Das alles wird von Wolfgang Kraushaar jenseits der üblichen Muster von Verdammung oder Idealisierung in einem Licht betrachtet, deren Scheinwerfer nicht in der Vergangenheit, sondern in der Gegenwart stehen.

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→  Inhalt und Leseprobe

In vier Bänden auf fast 2000 Seiten zeichnet Wolfgang Kraushaar nach, was die 68er-Bewegung war. Er beschränkt seine Arbeit dabei nicht mehr nur auf Deutschland und zeigt so, dass 1968 ein internationales Phänomen war. Rezension von Helmut Böttinger → Deutschlandfunk Kultur 15.11.2018

Mediathek

Dr. Kraushaar: Die blinden Flecken der 68er-Bewegung - 30.07.18
Stiftung Demokratie Saarland SDS YouTube (03.08.2018)

Autoreninfos

Wolfgang Kraushaar (Jahrgang 1948) ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Historiker an der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur in Hamburg. Er studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und promovierte 1982; von 1987 bis 2015 war er am Hamburger Institut für Sozialforschung tätig. Kraushaars Forschungsschwerpunkte liegen in der Untersuchung von Protestbewegungen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR von 1949 bis 1990, insbesondere der 68er-Bewegung, der Roten Armee Fraktion und anderen linksterroristischen Gruppen, sowie in Fragen von Totalitarismus- und Extremismustheorie, Pop-Kultur und Medientheorie. Er hat zahlreiche Publikationen zur Geschichte von Protest, Widerstand und Terrorismus veröffentlicht und war Gastprofessor und Dozent an mehreren Universitäten.

Wikipedia (DE): Wolfgang Kraushaar  |  Website: Wolfgang Kraushaar

Erstellt: 07.01.2019 - 08:17  |  Geändert: 25.02.2026 - 08:01