Adnan Husain (Medienpräsenz)

1:30:20

In dieser Ära sind die aktivsten Kräfte im Kampf gegen Kolonialismus und Imperialismus die „Achse des Widerstands“ in Westasien. Seit dem 7. Oktober sind viele Menschen von der unvergleichlichen Ausdauer des palästinensischen Volkes und seinem heldenhaften Widerstand gegen Invasion, Besatzung und Völkermord inspiriert oder zugleich verwundert. In beiden Fällen hat sich der Glaube an den Islam als unschätzbar wertvoll erwiesen – sowohl für sie als auch für den Widerstand im Jemen, Libanon und Iran. 

Adnan spricht mit dem Autor, Blogger und Co-Moderator des Podcasts „Resistance is Fertile“, Indi (auf Indi.ca), über dessen Studium des Korans, der heiligen Schrift des Islam, als Mittel zum Verständnis des islamischen Widerstands und aktueller Ereignisse. Obwohl er selbst kein Muslim ist, zitiert er den Koran häufig in seinen antiimperialistischen Schriften und Analysen als Quelle des Verständnisses. Gemeinsam erkunden wir den Koran als geopolitische Analyseinstrumente zu den Themen Krieg, Frieden, Verhandlungen und Standhaftigkeit gegen Unterdrückung.

1:45:32

Professor Adnan Husain diskutiert mit dem Aktivisten Mehmet Ali Arslan, wie die Instrumentalisierung und der Missbrauch islamischer und nahöstlicher Geschichte zu konfessionellen Spaltungen führt. Insbesondere erörtern sie, wie die Spannungen und die Polarisierung zwischen Sunniten und Schiiten durch Verweise auf Ereignisse des frühen Islam sowie den dynastischen Wettstreit zwischen Osmanen und Safawiden angeheizt werden. Sie beleuchten einen interessanten Brief des osmanischen Sultans Selim des Grimmigen an Schah Ismail von Persien, der aktuell dazu genutzt wird, Zustimmung für imperialistische Bestrebungen in der Levante zu erzeugen.

Überblick

1. Einführung des Hosts und Ausrichtung des neuen Kanals (00:01) Adnan Hussein stellt sich als Professor an der Queen's University für mittelalterliche Mittelmeer- und islamische Geschichte vor. Er begründet den Start seines privaten Kanals damit, dass er Themen wie den Nahen Osten, die islamische Welt, diasporische Kultur, Musik und Politik außerhalb des Universitätsgeländes beleuchten möchte. Ein zentraler Fokus seiner zukünftigen Arbeit soll zudem auf einer emanzipatorischen „islamischen Befreiungstheologie“ liegen.

2. Vorstellung des Gasts und dessen politischer Hintergrund (03:25) Als Gast begrüßt Hussein den kurdischstämmigen Programmierer, Musiker und Aktivisten Mehmet Ali Aran, der seit 15 Jahren in Schweden lebt. Aran engagierte sich zuvor in Schweden in der European Palestinian Youth Union (EPYU). Er trat jedoch aus der Organisation aus, nachdem es zu einem tiefen Dissens über die konfessionell aufgeladene Bewertung der Ereignisse in Syrien gekommen war.

3. Fragmentierung der Palästina-Solidarität durch Syrien (07:43) Die Gesprächspartner erörtern, wie der syrische Bürgerkrieg die pro-palästinensische Solidaritätsbewegung spaltet. Während nach dem 7. Oktober 2023 kurzzeitig eine breite, einende Kultur des Widerstands gegen die westliche Komplizenschaft am Genozid in Gaza entstand, wirkten die Ereignisse in Syrien als massiver Keil zur Zersplitterung der muslimischen Solidarität (Ummah).

4. Der angebliche Brief von Sultan Selim I. und der Takfirismus (09:32) Unmittelbar nach der Rebellenoffensive in Syrien teilte ein regierungsnaher türkischer Journalist mit 300.000 Followern einen angeblichen Brief von Sultan Selim I. an Schah Ismael vor der Schlacht von Tschaldiran (1514). Der Brief ist inhaltlich hochgradig takfiristisch geprägt, da er Schiiten als Ungläubige deklariert und deren Tötung, Plünderung und Versklavung legitimiert. Takfir beschreibt die Ausgrenzungspraxis, andere Menschen, die sich als Muslime identifizieren, zu Ungläubigen zu erklären – ein Begriff, den auch Hassan Nasrallah 2013 nutzte, um die Hisbollah-Intervention in Syrien zu rechtfertigen.

5. Geopolitische Instrumentalisierung und Konfrontation mit dem Iran (15:29) In türkischen Regierungskreisen herrscht eine starke anti-iranische Stimmung; der Leiter des staatlichen Senders kündigte sogar einen Farsi-Kanal an, um den Iran gezielt zu stören. Die Veröffentlichung des historischen Selim-Briefes soll die türkische Intervention in Syrien und die Unterstützung für takfiri-Milizen (rekrutiert aus Zentralasien und dem Kaukasus) legitimieren, um Assad zu stürzen und die Auseinandersetzung mit dem Iran über die gemeinsame Front gegen Israel zu priorisieren.

6. Historische Wurzeln der konfessionellen Spaltung (32:05) Es wird dargelegt, wie die willkürliche Grenzziehung nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches die arabisch-alawitische Bevölkerung zwischen Syrien und der Türkei aufteilte. Während Sultan Selim sich als Verteidiger der sunnitischen Orthodoxie inszenierte, wird die Geschichte auch heute noch für polemische Zwecke instrumentalisiert – etwa wenn schiitische Kreise im Iran demonstrativ betonen, die „Enkel von Schah Ismael und die Knaben der Qizilbasch“ zu sein.

7. Erdogans neo-osmanische Ambitionen und wirtschaftliche Heuchelei (48:18) Obwohl Erdogan sich rhetorisch als stärkster Unterstützer Palästinas inszeniert, liefert die Türkei weiterhin aserbaidschanisches Öl nach Israel und exportiert Güter wie Stahl, Zement und Lebensmittel. Um die offiziell verkündeten Handelssperren zu umgehen, werden Waren einfach als Exporte nach Palästina umetikettiert. Gleichzeitig verfolgt die Regierung neo-osmanische Hegemonialpläne im Nahen Osten, gestützt auf das populäre Slogan-Muster: „Erst die Hagia Sophia, dann die Umayyad-Moschee in Damaskus, als nächstes Al-Aqsa“.

8. Der nordsyrische Kurdenkonflikt und das Scheitern des Friedensprozesses (52:12) Im Zuge des Arabischen Frühlings strebte die Türkei gemeinsam mit der ägyptischen Muslimbruderschaft einen „sunnitischen Halbmond“ an. Dies begrub den kurdischen Friedensprozess, da die Kurden die Chance sahen, mit Unterstützung der USA und Israels eine unabhängige Zone (Rojava) aufzubauen. Die türkisch-iranischen Beziehungen kühlten ab, da der Iran den syrischen Staat stabilisierte.

  • Das Idlib-Abkommen und der Astana-Prozess (55:06): Es wird das Idlib-Abkommen besprochen, bei dem sich die Akteure darauf geeinigt hatten, dschihadistische Gruppierungen wie HTS in der Provinz Idlib zu isolieren und unter Quarantäne zu stellen. Dies war ein mühsamer Kompromiss, da die syrische Regierung eigentlich das gesamte Staatsgebiet zurückerhalten wollte, aber auf Widerstand stieß.
  • Das Ende der türkischen „Balance-Politik“ (56:04): Historisch hat die Türkei seit dem Ende der osmanischen Ära eine Politik des Balancierens zwischen Ost und West verfolgt, was Erdogan lange Zeit meisterhaft beherrschte. Doch mit der jüngsten Eskalation und der türkischen Unterstützung der Rebellenoffensive hat die Türkei diese Balance-Politik endgültig verspielt und kann dieses Spiel nicht mehr glaubwürdig fortsetzen.
  • Der Verrat an China und BRICS (57:19): In der syrischen HTS-Offensive spielten uigurische Separatisten eine tragende Rolle. Dieser Schritt stellt einen direkten „Dolchstoß“ gegen die Interessen Russlands, des Irans und insbesondere Chinas dar. China wird über diese Entwicklung extrem verärgert sein, was die Hoffnungen der Türkei auf einen künftigen Beitritt zu den BRICS-Staaten de facto zunichte macht.
  • Die Bewerbung als „neuer Schah“ für die USA (58:30): Da der syrische Präsident Assad sich weigerte, mit der Türkei zu sprechen, solange diese ihre Besatzungstruppen nicht abzieht, nutzte Ankara die Gelegenheit des syrischen Umsturzes. Damit will sich die türkische Führung bei der kommenden US-Administration unter Trump als der entscheidende, pro-westliche Ordnungshüter („der neue Schah von Persien“) im Nahen Osten andienen.
  • Die Evolution der AKP und der „Tiefe Staat“ (59:55): Die blicken zurück auf die Geschichte der AKP: Was einst als vermeintliches Liberalisierungsprojekt begann, um sich Europa anzunähern, wandelte sich rasch in das Bestreben, nach der Verdrängung der säkularen Kräfte die vollständige Kontrolle über den „Tiefen Staat“ und seine Institutionen zu übernehmen.
  • Das osmanische Hegemonie-Projekt (1:07:43): Hinter den unterstützten Proxys und Milizen in Syrien steht ein viel größerer, langfristiger Plan: die Wiedererrichtung einer regionalen türkischen Vormachtstellung (Hegemonie) im Nahen Osten.
  • Die Eroberung von Mount Hermon und die Libanon-Front (1:09:46): Südsyrische Rebellen haben staatliche Beamte in Dar'a vertrieben und den strategisch entscheidenden Mount Hermon besetzt, dessen Gipfel direkt Damaskus und die libanesische Grenze überblickt. Dies geschah zeitgleich mit dem von Israel fast tausendfach gebrochenen Waffenstillstand im Libanon. Dadurch kann Israel die Hisbollah-Stellungen im Libanon nun erstmals ungestört umgehen und von Osten her (über syrisches Territorium) attackieren

9. Israels Geopolitik der Zersplitterung (1:11:07) Die Fragmentierung Syriens entspricht der langfristigen israelischen Strategie, die darauf abzielt, keinerlei starke rivalisierende Mächte in der Region zu dulden. Israel strebt danach, die Kapazitäten aller Staaten im Nahen Osten systematisch zu schwächen, weshalb es das Chaos und die Zersplitterung in Syrien begrüßt, selbst wenn dies der Türkei kurzfristig opportunistische Geländegewinne bringt.

10. Neoliberale Privatisierungspläne als koloniale Kapitulation (1:31:43) Um westliche Sanktionen aufzuheben, biedert sich die Führung von HTS (unter Julani) dem Imperium an und kündigt bereits umfassende Privatisierungen staatlicher Unternehmen und Versorgungsbetriebe an. Es wird scharf kritisiert, dass westliche Linke den Sturz des Assad-Regimes feiern, während das Land damit vollends der Ausbeutung durch das globale, transnationale Kapital überlassen wird, was das soziale Gefüge endgültig zerschlägt

2:08:18

Die Radical Academy lädt zu einer fortlaufenden Diskussion mit dem wiederkehrenden Gast Gabriel Rockhill ein, Professor für Philosophie an der Villanova University und Autor zahlreicher Bücher, über den „intellektuellen Weltkrieg“ und insbesondere über die geopolitische Ökonomie der Produktion kompatibler linker Theorien im imperialen Kern. Wir besprechen sein neues, gemeinsam mit Aymeric Monville verfasstes Buch „Requiem for French Theory“, erschienen bei Monthly Review Press. Es handelt sich um eine Reihe von Dialogen, die aus früheren Sitzungen des „Critical Theory Workshop“ hervorgegangen sind und sich mit einer Kritik an strukturalistischer, poststrukturalistischer und postmoderner französischer Theorie befassen; sie kontextualisieren diese innerhalb der globalen politischen Ökonomie der intellektuellen Produktion; untersuchen die Folgen ihrer rückschrittlichen und reaktionären Formulierungen als Teil einer breiteren „antikommunistischen Kulturfront“; und fordern eine Wiederbelebung der revolutionären Praxis. Es verspricht ein interessantes Gespräch über ein sehr fesselndes und relevantes kleines Buch zu werden, dessen Themen aus Band 1 der Reihe „The Intellectual World War“ destilliert und auf diese komprimierte Weise auf die französische Theorie ausgeweitet wurden. 

Überblick

The Radical Academy is in session for a continuing discussioEinführung und Spendenaufruf für Studierende in Gaza (00:40) Adnan eröffnet das Webinar, begrüßt das Publikum und bittet darum, das Video zu liken, auf den sozialen Medien zu teilen und den Kanal zu abonnieren. Zudem weist er auf die laufende Spendenkampagne zur Unterstützung von Studierenden im Gazastreifen hin. Die gesammelten Spenden finanzieren Plätze für Gaza-Studierende in seinem Online-Kurs „Guerilla History, Anti-Colonial Resistance, History Theory Practice“.

Vorstellung des neuen Buches und des Gasts Gabriel Rockhill (02:40) Adnan stellt das kürzlich im Monthly Review Press-Verlag erschienene Buch „Transatlantic Funeral Dirge in a Marxist Key“ vor. Es handelt sich um ein Gespräch zwischen Aik Monil (Iik Monil) und dem heutigen Studiogast, dem Philosophen Gabriel Rockhill, in Kooperation mit Jennifer Pon DeLeon sowie einer Einleitung von John Bellamy Foster. Das Werk wird als eine zwar kurze, aber inhaltlich dichte und diskussionsreiche Abhandlung beschrieben.

Die theoretische Diskussion über Basis und Überbau (37:23) Die Gesprächspartner erörtern, wie historische Ereignisse erklärt und analysiert werden. Sie kritisieren Ansätze, die einer tieferen Auseinandersetzung mit dem marxistischen Konzept von Basis und Überbau (base and superstructure) aus dem Weg gehen. Das Gespräch soll helfen, die realen Komplexitäten dieser Verhältnisse genauer aufzuzeigen und theoretische Auslassungen zu füllen.

Wege zur Revitalisierung des Marxismus (51:02) Adnan lenkt den Blick auf das Abschlusskapitel des Buches, das sich mit der Wiederbelebung (Revitalisierung) des Marxismus und zeitgenössischen Formen des marxistischen Denkens befasst. Er fragt Rockhill, ob er darin einen wesentlichen Weg und eine produktive Richtung für zeitgenössische theoretische Ansätze sieht.

Kritik am strukturorientierten Konzept der „Longue Durée“ (01:01:46) Es wird das geschichtswissenschaftliche Konzept der „Longue Durée“ (der langen historischen Dauer) besprochen. Die Redner argumentieren, dass ein einseitiger Fokus auf rein strukturelle Zeitschichten, bei dem die aktive Politik nur wie „Sandkörner im Wind über den Dünen“ erscheint, keine echte Theorie des Wandels darstellt. Vielmehr handele es sich um eine bloße Beschreibung von Strukturen, die realen, aktiven politischen Wandel im Grunde unsichtbar macht oder unterordnet.

Kurze Unterbrechung und Buchtipp (01:03:34) Gabriel Rockhill bittet um eine kurze zweiminütige Pause. In der Zwischenzeit ruft Adnan die Zuschauer erneut dazu auf, den Stream zu liken, zu teilen und den Kanal zu abonnieren. Zudem empfiehlt er das bei Monthly Review Press erschienene Buch „Theory Made in the US“.

Der offene Brief an die westliche Linke (01:39:38) Das Gespräch wendet sich einem offenen Brief zu, der sich gezielt an den Westen und insbesondere an die westliche Linke richtet. Die Mehrheit der Unterzeichner stammt aus dem imperialen Kern, vor allem aus den USA. Der Brief ist keine Solidaritätsbekundung an politische Gefangene, sondern dient der Disziplinierung der Linken im Westen. Rockhill zieht eine Parallele zur britischen Zeitung The Guardian, die – wie fast alle Mainstream-Medien im imperialen Kern – eine lange Tradition der Kooperation mit Geheimdienstnetzwerken aufweist.

Die „Scheren“-Metapher und die Beteiligung von Regierungs-Informanten (01:41:54) Rockhill verweist darauf, dass in geleakten State-Department-Dokumenten ein Regierungs-Informant auftaucht, der als „strikt zu schützen“ markiert ist. Das organisierende Motiv des Briefes ist das Bild, wonach die Menschen im Iran zwischen den „zwei Klingen einer Schere“ gefangen seien – auf der einen Seite das schreckliche iranische Regime, auf der anderen der imperialistische Westen. Diese Metapher stammt im Original von Siamak Namazi, einem iranisch-amerikanischen Geschäftsmann, der im Iran wegen Spionage inhaftiert war.

Die versuchte Disziplinierung der antiimperialistischen Linken (01:42:30) Der Brief wird als gezielter Versuch analysiert, die westliche Linke zu disziplinieren und sie davon abzuhalten, Staaten, die sich der US-Hegemonie widersetzen (wie den Iran), auch nur auf einer taktischen Ebene zu unterstützen. Es geht nicht darum, den Iran strategisch als gesellschaftliches Endziel zu verherrlichen, sondern jegliche taktische Solidarität gegen den Imperialismus im Keim zu ersticken und zu untergraben.

Gegenwind auf Social Media und der Rückzug von Unterzeichnern (01:45:44) Der Brief stieß auf massiven, unmittelbaren Gegenwind in den sozialen Medien, was seine Glaubwürdigkeit schwer beschädigte. Dieser heftige Protest führte dazu, dass sich mindestens fünf Unterzeichner unter politischem Druck öffentlich von dem Brief distanzierten und ihre Unterschriften zurückzogen, was für derartige Kampagnen sehr ungewöhnlich und bemerkenswert ist.

Wirtschaftliche Strangulierung als neue imperiale Strategie (01:48:49) Der Zeitpunkt des Briefes ist kein Zufall: Er fällt in eine Phase, in der die militärischen und diplomatischen Druckmittel des Westens gegen den Iran weitgehend gescheitert sind. Daher greift der Imperialismus nun verstärkt zur wirtschaftlichen „Strangulierung“ (Sanktionen), um gezielt wirtschaftliche Not zu erzeugen. Diese Härte soll soziale Risse (wie sie Ende Dezember und Anfang Januar sichtbar wurden) provozieren und politisch für einen Regimewechsel instrumentalisiert werden.

Die Pflicht des linken Journalismus zur Aufdeckung von Netzwerken (01:55:38) Viele betroffene Akademiker behaupten im Nachhinein, den vollständigen Entwurf des Briefes nicht gesehen zu haben oder manipuliert worden zu sein. Rockhill bezeichnet dies als politisch irrelevant. Die eigentliche Aufgabe fortschrittlicher Kräfte sei es nicht, Ausreden zu suchen, sondern die Korrespondenzen, E-Mails und Anfragen zu veröffentlichen, um die manipulativen Netzwerke, die Linke für imperiale Zwecke einspannen wollen, transparent offenzulegen.

Kritik an der Unfehlbarkeit bürgerlicher Akademiker (01:56:09) Wissenschaftler müssen die Funktionsweise solcher Briefe verurteilen und sich eingestehen, dass sie in ihrer eigenen politischen Analyse fehlbar sind. Wer sich weigert, diese manipulativen Strukturen zu benennen und stattdessen Ausreden sucht, schadet der Aufklärung.

Ankündigung von Band 2 des „Intellectual World War“ (02:07:05) Zum Ende der Sendung kündigt Adnan das baldige Erscheinen des zweiten Bandes von Rockhills Werk „The Intellectual World War“ in den kommenden Monaten an. Er bedankt sich bei dem regen Publikum im Chat und bittet alle noch einmal, das Video zu liken, zu teilen und zu abonnieren.

Schlusswort und erneuter Hinweis auf das Gaza-Spendenprojekt (02:07:30) Adnan beendet die 41. Ausgabe von Office Hours mit dem finalen Spendenaufruf für den Online-Kurs „Guerilla History, Anti-Colonial Resistance, History Theory Practice“, der direkt palästinensischen Studierenden im Gazastreifen zugutekommtn with returning guest Gabriel Rockhill, Professor of Philosophy at Villanova University and author of numerous books, about the "Intellectual World War" and in particular the geopolitical economy of compatible left theory production in the imperial core. We discuss his new co-authored book, with Aymeric Monville, "Requiem for French Theory", from Monthly Review Press. It is a series of dialogues emerging from past sessions of The Critical Theory Workshop that engage a critique of structuralist, post-structuralist and postmodern French theory; contextualizes it in the global political economy of intellectual production; examines the consequences of its regressive and reactionary formulations as part of a broader "anticommunist cultural front"; and enjoins a revival of revolutionary praxis. It should be an interesting conversation on a very engaging and relevant short book and themes distilled from volume 1 of the "The Intellectual World War" series and extended to French theory in this digested fashion.