Wilhelm Domke-Schulz - Meinungsfreiheitskanal (Medienpräsenz)

19:09

Wilhelm Domke-Schulz ist Filmemacher, Gesellschaftsanalytiker, Chefredakteur von Berlin24/7 und Ostdeutscher. Diese Konstellation sagt schon einiges aus, zum Beispiel warum er ein völlig anderes Verhältnis zu Russland, zum Haus der Russischen Kultur und Wissenschaft in Berlin und zu der Politik des noch amtierenden Kanzlers Merz und seiner Regierung hat, als die herrschende, überwiegend westdeutsche Macht-, Eigentums und Meinungsmachteliten.

1:11:38

In einer neuen Gesprächsrunde von Ulrich Heyden mit dem ostdeutschen Filmregisseur Wilhelm Domke-Schulz geht es um den Besuch des CIA-Chefs, John Ratcliffe, in Moskau, den russischen Vorstoß auf Slawjansk, die Proteste Jugendlicher in der Westukraine gegen die Zwangsmobilisierung, die Anziehungskraft, welche die AfD auf Ostdeutsche ausübt und die Reparationen, die Westdeutschland 81 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs immer noch nicht an Russland gezahlt hat. 

Zeitmarken

00:00 Einleitung 
01:27 Warum flog CIA-Direktor, John Ratcliffe, nach Moskau? 
05:14 Russischer Vorstoß auf Slawjansk 
06:19 Proteste gegen Mobilisierung in der Westukraine 
10:08 Militärisch antwortet Russland spiegelbildlich 
17:52 Moskau droht mit Kappen der Rohstoffe an den Westen 
19:50 Größenwahnsinniger Imperialismus 
'20:11 Warum gehen die Deutschen nicht auf die Straße? 
22:23 Die Schuldumkehrung oder wer hat Ostdeutschland zu Grunde gerichtet? 
23:13 Von Reparationen will Westdeutschland seit 1945 nichts wissen 
27:13 Warum hat die AfD Zulauf in Ostdeutschland? 
37:24 Wenn der Souverän sich ermächtigt … 
38:38 Statt Abtrennung – Wiederaufbau von Ostdeutschland 
42:55 Reparationen für den Wiederaufbau von Ostdeutschland 
47:35 Reparationen in Westdeutschland unbekannt 
52:38 Zielgerichtete Vernichtung der ostdeutschen Wirtschaft 
56:37 Buchempfehlungen 
56:50 Das Wirken des "Ostbüros" der SPD in den 1950er Jahren 
01:03:42 Parteiführer regieren gegen den Willen ihrer Wähler 
01:05:21 Medien: Damals gegen die Grünen, jetzt gegen AfD 
01:07:22 Die Fixierung auf das Parlament 
01:08:36 Es gibt keine linke Volkspartei

46:56

Berlin 24/7 Chefredakteur Wilhelm Domke-Schulz und Friedensaktivistin Andrea Drescher im Gespräch über unklare bis völlig konträre Auffassungen und Definitionen von "links" und "rechts", woher diese gegenteiligen Definitionen kommen und wem sie nützen.

Andrea Drescher, Jahrgang 1961, lebt als deutsche Staatsbürgerin seit 25 Jahren in Oberösterreich, wo sie als Informatikerin und Unternehmensberaterin selbstständig tätig war. Aufgrund der Shoa-Historie ihrer Familie ist sie seit ihrer Jugend überzeugte Antifaschistin und war in Deutschland bereits Ende der 70iger Jahre in der linken Friedensbewegung und bei den Grünen aktiv. Damals brachten Themen wie der Nato-Doppelbeschluß und die Anti-Atomkraftbewegung noch hunderttausende auf die Straßen. Lange Zeit eher unpolitisch wurde sie 2008 wieder politisiert. Seit 2014 ist sie als Friedensaktivistin "auf der Straße". Sie schreibt für TKP.at, manowa.news, apolut.net, free21.org und andere unabhängige Medienprojekte. Der Ertrag ihrer Bücher darunter "Selbstversorgertipps", "Menschen mit Mut", "Vor der Impfung waren sie gesund" und aktuell "Im russischen Exil" kommt zu 100% Kriegsopfern zugute.

1:38:23

War der Anschluss der DDR an die BRD eine feindliche Übernahme? Nach Wilhelm Domke-Schulz, Filmemacher und Gesellschaftsanalytiker, habe sich die alte Bundesrepublik in den 1990ern den kleinen Bruder aus dem Osten wegen Profitgier und des Erhalts der wirtschaftlichen Vormachtstellung im Eiltempo einverleibt. Mit der Folge, dass die Wirtschaft der DDR nach kurzer Zeit brachlag. Generell werde das "Feindbild Ostzone“ bis zum heutigen Tag aufrechterhalten, wie er betont, und das vermittelte Bild über die DDR sei traditionell negativ und mit absolut eingeschränktem Horizont.

Der bekennende Ostberliner hat aber trotz dieser schmerzhaften Erfahrung seinen Idealismus nicht verloren und stellt sich nach wie vor in den Dienst der Aufklärung. In den vergangenen Jahren reiste er mehrere Male in die Ukraine und produzierte drei Dokumentarfilme über den dortigen Krieg. Dieser Mut sorgte dafür, dass er in Kiew auf die Feindesliste gesetzt und in Berlin als Putins Einflussperson betitelt wurde.

Im Gespräch mit Michael Meyen erzählt Wilhelm Domke-Schulz, warum die DDR noch immer ein Gegenmodell zum heutigen neoliberalen System darstellt, warum ein Filmemacher auch immer Gesellschaftsanalytiker sein müsse und er stellt seine 2019 erschienene Autobiografie „Werners wundersame Reise durch die DDR“ sowie zukünftige Projekte vor.
 

59:17

In dieser Folge von „Wir drehen durch“ haben wir mit dem Dramaturgen Wilhelm Domke-Schulz über die DDR, Russland und die Ukraine gesprochen. Besitzt der Konflikt mit Russland auch eine kulturelle Dimension? War der Ukraine-Konflikt absehbar – und was hat er mit der Geschichte der deutschen Vereinigung zu tun? Das und vieles mehr im Video hier.

"Wir drehen durch" ist ein Gesprächsformat von Gabriele Gysi, Florian Warweg und Valeri Schiller. Ziel ist es, mit unangepassten Gästen aktuelle gesellschaftliche Themen zu beleuchten. Wir werfen einen Blick auf brisante Themen, bei denen andere lieber wegschauen. Perfekt für alle, die sich für die Zustände hinter den Schlagzeilen interessieren.

Wilhelm Domke-Schulz, Jahrgang 1956, studierte Dramarturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Er arbeitete zunächst als freier Dramaturg für Spiel- und Dokumentarfilm in Berlin, Potsdam und Leipzig. 1991 machte er sich als Produzent selbstständig und ist seither domke-schulz-film. Zugleich ist er als Hochschuldozent für Medienwissenschaft tätig. Domke-Schulz produzierte bisher über siebzig Filme in Eigenregie, vor allem Reportagen und Geschichtsdokumentationen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.