Als der Begriff der Kriegswirtschaft das erste Mal im letzten Jahr medial die Runde machte, erschien das wie ein Rückfall in die Zeiten früherer Weltkriege. Die anvisierte „Kriegstüchtigkeit“, so heißt es nun, sollte der Bürger, die Bürgerin lernen, sei die Pflicht eines jeden Europäers, ei
nes aufrechten Demokraten. Mehr Stimmung und Emotion geht kaum noch.

ISSN 1612-7366 09.2026 Kostenlos Download (PDF) von www.imi-online.de

Als dieses Heft geplant wurde, war noch Vieles unklar, waren viele Vorhaben noch schwammig, die Begriffe nicht geschärft etc. Nun nimmt das Vorhaben einer ungehemmten Aufrüstung Fahrt auf, werden Hürden auf dem Weg in den Krieg beseitigt. Für dieses Heft heißt das, dass unser „Schwerpunkt“ nahezu bruchlos in das Magazin übergeht. Die Grenze, wo wir einige Aspekte einer systematischen Umstellung der Wirtschaft
und der Finanzen auf die Ermöglichung der Aufrüstung beleuchten, geht über in die Beschreibung aktueller Zustände, die direkt daran anknüpfen.
(aus dem Editorial von Jürgen Wagner und Andreas Seifert)

SCHWERPUNKT

— Editorial: 30 Jahre IMI (Redaktion)
— Widerspruch in gedruckter Form (Sophie Voigtmann)
— IMI-Broschüren – Ein kursorischer Überblick (Jürgen Wagner)
— Waffengeschäfte – Militärgerät und dessen industrielle Produktion (Andreas Seifert)
— KSK, Afghanistan, Frontex (Bärbel Danner)
— 30 Jahre IMI und wir von der BIFA München (Franz Iberl)
— IMI und der NATO-Angriffskrieg 1999 (Anonym)
— Profundes Detailwissen und unbestechlicher Antimilitarismus (Gerald Oberansmayr)
— Die deutsche Drohnenkampagne (Elsa Rassbach)
— „Afrika“ und die Militarisierung der deutschen Außenpolitik (Christoph Marischka)
— IMI ist wissenschaftlich fundierter Widerstand (Dominik Wetzel)
— „Umwelt – Aufrüstung – Pestizide“ – Mein Weg zur IMI (Peter Clausing)
— Es begann mit Militärseelsorge (Viktoria Kropp)
— Die Brücke zur Jugend – Einstieg in den Friedensaktivismus (Pablo Flock)
— Elend der Friedensforschung (Werner Ruf)
— Friedensbewegung braucht kritische Friedensforschung (Christine Schweizer)
— Stichwort 30 Jahre – ein Medley

MAGAZIN

 INTERNATIONALES 

— Eingeständnis der Überheblichkeit – Posse in der Straße von Hormus (Pablo Flock)
— Antimilitarist:innen vor Gericht – Verteidigung auf der Anklagebank (Pablo Flock) 

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

— Wahrscheinlichkeit dauerhaft größer als Null – Buchbesprechung (Christoph Marischka)

DEUTSCHLAND UND DIE BUNDESWEHR

— Medien, Nachrichtendienste und BND-Reform (Bernhard Klaus)
— Neues von der Infrastrukturfront – Re-Aktivierung von Liegenschaften (Jürgen Wagner)
— Heikles Reservegesetz (Jürgen Wagner)
— „Sozial unverträglich“ – NATO-Gipfel und Rüstungsfortschritte (Jürgen Wagner)
— Neue NATO-Strukturen an der Ostflanke (Jürgen Wagner)

Quelle: Informationsstelle Militarisierung 

Autoreninfos

Jürgen Wagner ist geschäftsführendes Vorstandsmitglied von IMI Informationsstelle Militarisiertung e.V. : www.imi-online.de

Die US-Bürgerin in Deutschland, Filmemacherin und Journalistin, ist eine der Mitbegründer/innen der deutschen “Drohnen-Kampagne“ und hat dazu beigetragen, die Diskussionen über die Rolle der Bundesregierung in der Unterstützung von rechtswidrigen Tötungen mittels Drohnen durch die USA über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein anzustoßen. Elsa Rassbach ist Mitglied der Gruppe „Code Pink“ die gewaltfreie Aktionen gegen den Krieg organisiert. Sie wurde inspiriert durch ihre Teilnahme an Protesten von CODEPINK an den US-Stützpunkten Creech und Beale und hat auch mit CODEPINK am Gaza-Freiheitsmarsch in Kairo 2009 und in einer Delegation nach Gaza 2012 teilgenommen. Elsa ist in den USA geboren und aufgewachsen; ihr Vater ist 1938 aus Deutschland emigriert. Als Studentin an der Filmakademie in Berlin (DFFB) in den späten 60ern und frühen 70ern unterstützte sie den GI-Widerstand gegen den Vietnam-Krieg. Im Folgenden arbeitete sie für 20 Jahre als Produzentin und Autorin für das US-öffentlich-rechtliche Fernsehen. Sie ist vor allem bekannt durch ihre preisgekrönte Filmarbeit für die Fernsehreihe NOVA und über die Geschichte der US-Afroamerikanischen- und Arbeiterbewegungen für das US-Abendfernsehen. Seit den 90ern ist sie unabhängige Filmemacherin und Journalistin. Nach dem Überfall der USA auf Irak 2003 organisierte sie Unterstutzungskampagnen für GIs in Deutschland, die Widerstand gegen den Irakkrieg leisteten. 

Sie arbeitet mit mehreren US-amerikanischen und deutschen Gruppen zusammen, u.a. CODEPINK,UNAC (United National Antiwar Coalition), DFG-VK und ATTAC.

Christoph Marischka ist Politikwissenschaftler und Aktivist. Als Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarisierung e. V. (IMI) beschäftigt er sich mit neuen Kriegstechnologien und den Strukturen, die sie hervorbringen.

Erstellt: 24.09.2026 - 07:17  |  Geändert: 24.09.2026 - 20:31