Giuseppe Ciulla und Vittorio Romano beschreiben unbefangen das Land, wie sie es vorfinden. Ihre Unbefangenheit mag sie auch zu einer manchmal etwas naiven Sichtweise führen, deren Ursprung sicher in der einseitigen Beeinflussung durch die italienischen Medien liegt, die vollkommen einseitig als Hofberichterstatter der NATO arbeiten. Z. B. unterstellen Ciulla und Ramano Milosevic, dass er Kosovaren vertrieb. Albaner wollten nur vor dem NATO Bombenteppich flüchten, manche nach Süden (Albanien) andere gingen dagegen nach Norden (Serbien) und stellten sich somit unter Milosevics Schutz, da sie als Flüchtlinge einfach den kürzesten Weg zur Rettung suchten, wie es üblicherweise Menschen auf der Flucht machen.
Kosovo (Thema)
Wie kommen die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr nach ihrer Heimkehr von Auslandseinsätzen mit ihren Erlebnissen und dem Leben hier zurecht? Über 70 Porträts in Wort und Bild. Mit dem Rückzug der Nato aus Afghanistan steht auch Deutschland vor einer Zäsur. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr haben dort Krieg erlebt und damit Erfahrungen gemacht, die ihre Mitbürger zu Hause nur schwer nachvollziehen können. Auch in anderen Einsätzen der Bundeswehr, sei es im Kosovo, in Mali oder am Horn von Afrika, waren deutsche Soldaten Bedrohungen ausgesetzt und mit menschlichem Elend konfrontiert. Wie hat sie das geprägt? Und wie geht die deutsche Friedensgesellschaft mit ihren neuen Heimkehrern um?