Bildung ist noch immer ein wichtiger Bezugspunkt der Diskussion um Begründung, Zielbestimmung und Kritik pädagogischen Handelns. Wie aber kann dieser Begriff so gefasst werden, dass er gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen gerecht wird und Anschlüsse an die Erforschung tatsächlicher Bildungsprozesse erlaubt? Das Buch stellt eine Neufassung des Begriffs vor, die Bildung als grundlegende Veränderung der Art und Weise versteht, in der Menschen sich zur Welt, zu anderen und zu sich selbst verhalten ...
Hans-Christoph Koller (Jahrgang 1956) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und emeritierter Universitätsprofessor mit Schwerpunkt auf qualitativer Bildungsforschung, Bildungstheorie und Wissenschaftstheorie. Er studierte Erziehungswissenschaft, Germanistik und Politikwissenschaft und wurde 1989 an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zu Erziehungskonzepten bei Pestalozzi und Jean Paul promoviert. 1997 habilitierte er sich mit einer Untersuchung zu Struktur und Theorie biografischer Bildungsprozesse. Von 1998 bis zu seiner Emeritierung 2022 lehrte er als Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg und prägte dort die Bildungs- und Transformationsforschung. In seinen Publikationen beschäftigt er sich vor allem mit Bildung als transformatorischem Prozess, mit Biografieforschung und mit dem Erkenntnispotenzial literarischer Texte für die Erziehungswissenschaft. Darüber hinaus war er in Fachgesellschaften und Forschungsverbünden aktiv und wirkte an zahlreichen Sammelbänden und Projekten zur empirischen und theoretischen Bildungsforschung mit.
Wikipedia (DE): Hans-Christoph Koller