Norbert Ricken (Jahrgang 1963) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und Hochschullehrer mit dem Schwerpunkt Theorien der Erziehung und Erziehungswissenschaft. Er studierte Geschichte, Philosophie, Theologie und Erziehungswissenschaft in Bochum, Tübingen und Münster und schloss 1990 mit dem Ersten Staatsexamen ab. Anschließend war er von 1991 bis 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster, wo er 1997 promovierte und später 2004 habilitierte; seine Forschung befasste sich unter anderem mit Subjektivität, Kontingenz sowie Bildungs- und Machtfragen. Zwischen 2004 und 2014 lehrte er als Hochschullehrer an der Universität Bremen im Fachbereich Erziehungs- und Bildungswissenschaften und übernahm 2014 eine Professur an der Ruhr-Universität Bochum, wo er die Arbeitsgruppe „Theorien der Erziehung und Erziehungswissenschaft“ leitet. Ricken forscht und publiziert zu Theorie und Geschichte der Erziehung, philosophischen und anthropologischen Aspekten der Pädagogik sowie Subjektivierungs- und Anerkennungstheorien und ist in erziehungswissenschaftlichen Fachgesellschaften aktiv; er fungierte zudem in Gremien wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft.