Philip Pilkington (Jahrgang 1987) ist ein irischer Makroökonom, Finanzanalyst, Autor und Publizist aus Dublin. Er studierte Wirtschaftswissenschaften an der Kingston University in London und arbeitete zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Political Economy Research Group der Universität. Später wechselte er in die Finanzbranche und war mehrere Jahre als Investmentanalyst und Makroökonom tätig.
Pilkington verbindet akademische politische Ökonomie mit Analysen der internationalen Finanzmärkte und publiziert regelmäßig zu Geldpolitik, Staatsverschuldung, Inflation, Geopolitik und der Weltwirtschaft. Er schreibt unter anderem für The Guardian, UnHerd, The Spectator, MoneyWeek, The American Conservative, The National Interest und weitere internationale Medien.
Bekannt wurde Pilkington vor allem durch sein Buch The Reformation in Economics: A Deconstruction and Reconstruction of Economic Theory (2016). Darin entwickelt er eine grundlegende Kritik an der neoklassischen Volkswirtschaftslehre und argumentiert, viele ihrer zentralen Annahmen seien eher ideologisch als wissenschaftlich begründet. Stattdessen knüpft er an Keynes, Hyman Minsky, Michał Kalecki und andere Vertreter der heterodoxen Ökonomie an und plädiert für eine makroökonomische Theorie, die Unsicherheit, Finanzmärkte und Institutionen stärker berücksichtigt.
Seit den 2020er Jahren beschäftigt sich Pilkington zunehmend mit der Verbindung von Wirtschaft und Geopolitik. Er vertritt die Auffassung, dass die Phase einer unipolaren Weltordnung unter Führung der USA zu Ende gehe und eine multipolare Ordnung mit China, Russland und weiteren Machtzentren entstehe. Diese Sicht prägt auch seinen Podcast Multipolarity, den er gemeinsam mit Benjamin Studebaker moderiert, sowie seinen Newsletter Macrocosm.
Wikipedia (EN): Philip Pilkington