Sahra Wagenknecht (Medienpräsenz)

Unser neuer Außenminister Johann Wadephul ist eine Gefahr für Deutschland! „Russland wird immer ein Feind für uns bleiben“, das sagte der CDU-Politiker in einem Telefonat, das er Ende letzten Jahres mit engen Mitarbeitern des ukrainischen Präsidenten führte. Blöd nur, dass in Wahrheit gar nicht die, sondern zwei russische Komiker an der Strippe waren, die den Telefonstreich anschließend veröffentlicht haben. Der böse Iwan bedroht uns und steht vor der Tür? Wahnsinn, dass ein solches Denken, mit dem im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege vorbereitet wurden und das auch den Kalten Krieg geprägt hat, heute in der politischen Klasse offenbar immer noch tief verankert ist.

Und nicht nur das: Im selben Telefonat sicherte Wadephul den vermeintlichen ukrainischen Regierungsvertretern zu, nach dem Regierungswechsel deutsche Taurus-Marschflugkörper an Kiew zu liefern. Und dieser Mann soll in den nächsten Jahren unser Chefdiplomat sein? Es ist nicht nur entlarvend, wie freimütig Wadephul am Telefon geheime und hochsensible Pläne ausplaudert. Es ist vor allem besorgniserregend, dass er offenbar kein Problem damit hat, einen direkten Krieg mit der Atommacht Russland zu riskieren. Schließlich müssten die Taurus-Raketen, die weitreichender, zielgenauer und zerstörerischer sind als alle Waffen, die bisher geliefert wurden, von deutschen Bundeswehrsoldaten programmiert werden.

Nach drei Jahren Fähigkeitslücke im Auswärtige Amt bräuchten wir eigentlich dringend einen Außenminister, der etwas von Diplomatie versteht und unser ruiniertes Ansehen in der Welt reparieren kann. Jetzt bekommen wir jemanden, der Russland auf ewig zum Feind erklärt, anstatt einzusehen, dass wir uns schon allein aus geographischen und wirtschaftlichen Gründen mit unserem großen europäischen Nachbarn ins Benehmen setzen müssen. Ich finde: Wir brauchen Verhandlungen über Frieden in der Ukraine und Gespräche über Abrüstung und eine europäische Sicherheitsordnung nach dem Krieg. Kein Russisch Roulette, bis es irgendwann knallt.
 

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Mit Ruud Koopmans spreche ich über einen realistischen Weg, um die irreguläre Migration nach Deutschland endlich wirksam zu begrenzen. Denn aktuell gleicht unser Asylsystem einer Lotterie um Leben und Tod. Im Gespräch erklärt der Migrationsforscher und Buchautor („Die Asyllotterie“), warum Arbeitgeberverbände daran interessiert sind, die negativen Auswirkungen der Migration kleinzureden und wie die Ampel, allen voran die Grünen, auf europäischer Ebene eine wirksame Migrationspolitik verhindert.

Russland verachten, die USA huldigen – mit der Journalistin und Buchautorin Franziska Augstein spreche ich über die Folgen der deutschen Unterwürfigkeit in sicherheitspolitischen Fragen, die irrsinnige Energiepolitik der Ampel und was es nun braucht, um der wachsenden Gefahr einer Kriegseskalation in Europa mit diplomatischen Mitteln zu begegnen.

Das Interview wurde vor Joe Bidens Rückzug aus dem US-Präsidentschaftsrennen aufgezeichnet.