Overton Magazin (Medienpräsenz)

34:42

Wie sieht es eigentlich im Donbass aus? Man liest und hört viel in der hiesigen Presse. Aber ob das stimmt, bleibt fraglich. Ein Journalist hat den Donbass besucht und weiß über den dortigen Alltag zu berichten.

Roberto De Lapuente hat mit Flo Osrainik gesprochen, der sich auf den Weg in den Donbass gemacht hat.

45:37

Florian Rötzer spricht mit dem Historiker und Soziologen Moshe Zuckermann über die Verwerfungen unseres gegenwärtigen Zeitgeists. Ist es nur ein subjektiver Eindruck – oder gibt es tatsächlich kaum noch öffentlich wirksame Massenproteste angesichts der sich häufenden globalen Krisen und Konfliktherde?

Im Zentrum des Gesprächs steht auch die Frage, welche Parallelen sich zwischen dem wachsenden Militarismus in Deutschland und Israel ziehen lassen. Beide Gesellschaften scheinen sich – wenn auch unter unterschiedlichen historischen Vorzeichen – zunehmend an die Präsenz und Normalisierung militärischer Logik im politischen Diskurs zu gewöhnen. Welche Rolle spielen dabei Erinnerungspolitik, mediale Rahmung und gesellschaftliche Spaltung? Und was bedeutet es, wenn zivile Gegenwehr zu verebben droht?

25:29

Zur Hölle mit dem Krieg! Das rief Smedley Butler 1935 in einer Rede in die Menge seiner Zuhörer. Diese Parole ist gerade heute wichtig wie schon lange nicht mehr.

Butlers Rede wurde daraufhin zu einem Buch und im Laufe der Jahre zu einem Klassiker der amerikanischen Antikriegsliteratur. Nun ist es auf Deutsch erschienen – im FiftfyFifty-Verlag. Brigadegeneral a.D. Erich Vad ist der Herausgeber.

Roberto De Lapuente hat sich mit ihm über die Hölle des Krieges unterhalten.

Dr. Erich Vad ist Unternehmensberater, Sicherheits- und Militärexperte, Publizist und Buchautor. Der Brigadegeneral a. D. war von 2006 bis 2013 Gruppenleiter im Bundeskanzleramt, Sekretär des Bundessicherheitsrats und militärpolitischer Berater der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel.

 

1:06:19

Die Unternehmenspropaganda des 20. Jahrhunderts wirkte sich auf Politik und Gesellschaft aus. Heute sind wir diesem Sprech alle verfallen. Alex Carey analysierte die Übernahme der Propagandaindustrie schon Mitte der Achtzigerjahre. Für Propagandaforscher Jonas Tögel sind Careys Schriften unglaublich ergiebig und wertvoll.

Roberto De Lapuente im Gespräch mit Jonas Tögel.

25:33

Eugen Yachmenzeff schwamm in die Freiheit, entkam den ukrainischen Feldjägern und erzählt nun nicht nur seine Geschichte, sondern berichtet auch über das gesellschaftliche Klima im kriegsgeplagten Odessa.

Roberto De Lapuente sprach mit ihm.

Die Bundesrepublik 2024 ist immer noch ein Land, in dem das einstige Westdeutschland den Ton angibt.

Wenn Wilhelm Domke-Schulz als Deutscher vorgestellt wird, interveniert er: Er sei Ostdeutscher. Und das sei was völlig anderes. Aus dieser Warte könne er die Ostukrainer sehr gut verstehen.

Roberto De Lapuente hat sich mit dem Regisseur und Autor Wilhelm Domke-Schulz über die DDR, die Ukraine und das heutige Deutschland unterhalten. 

Wilhelm Domke-Schulz, Jahrgang 1956, studierte Dramarturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Er arbeitete zunächst als freier Dramaturg für Spiel- und Dokumentarfilm in Berlin, Potsdam und Leipzig. 1991 machte er sich als Produzent selbstständig und ist seither domke-schulz-film. Zugleich ist er als Hochschuldozent für Medienwissenschaft tätig. Domke-Schulz produzierte bisher über siebzig Filme in Eigenregie, vor allem Reportagen und Geschichtsdokumentationen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie künstlerische Dokumentarfilme wie etwa "Life at a Standstill: A Middle East Diary" (preisgekrönt in Chicago 2003) oder "Krimreise" (ausgezeichnet 2018 in St. Petersburg).

Als Wilhelm Domke-Schulz uns vor einigen Monaten ein Interview gab, polarisierte er stark. Viele Ostdeutsche lobten seine klaren Positionen. Etliche Westdeutsche hielten diese wiederum für überzogen. Jetzt legt der ostdeutsche Filmemacher nach.

Roberto De Lapuente hat sich nochmal mit Wilhelm Domke-Schulz getroffen.

Wilhelm Domke-Schulz, Jahrgang 1956, studierte Dramarturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Er arbeitete zunächst als freier Dramaturg für Spiel- und Dokumentarfilm in Berlin, Potsdam und Leipzig. 1991 machte er sich als Produzent selbstständig und ist seither domke-schulz-film. Zugleich ist er als Hochschuldozent für Medienwissenschaft tätig. Domke-Schulz produzierte bisher über siebzig Filme in Eigenregie, vor allem Reportagen und Geschichtsdokumentationen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie künstlerische Dokumentarfilme wie etwa "Life at a Standstill: A Middle East Diary" (preisgekrönt in Chicago 2003) oder "Krimreise" (ausgezeichnet 2018 in St. Petersburg). Mit dem vorliegenden Text debütiert er als Buchautor.

Was kann Journalismus noch leisten? Verändert er irgendwas oder bildet er sich das nur ein?

Roberto De Lapuente sprach mit Florian Warweg, der auch Zuschauerfragen beantwortete.
 

Quo vadis, Tagesschau? Seit Jahren steht sie in der Kritik. Einer, der sie von innen kennt, berichtet dieser Tage über den internen Betrieb. Die Tagesschau sei viel Boulevard, viel Haltung und fokussiert auf Westdeutschland, sagt er.

Roberto De Lapuente sprach mit dem ehemaligen Tagesschau-Redakteur Alexander Teske.

Alexander Teske arbeitet seit 30 Jahren als Journalist. Zuletzt sechs Jahre als Redakteur bei der Tagesschau in Hamburg. Davor war er 15 Jahre beim MDR in Leipzig. Dort verfasste er Beiträge für Tagesthemen, Brennpunkt oder Brisant und plante die Nachrichten des MDR. Er stand vor und hinter der Kamera – im Hochwasser, bei Demonstrationen oder auf Parteitagen. Auch das Privatfernsehen kennt Teske gut – fünf Jahre berichtete er für Sat.1, Pro.7 und RTL. Seine Anfänge liegen im Print: Nach einem Volontariat bei der Morgenpost veröffentlichten Stern, Focus, Bild und taz seine Artikel. Zum Schreiben ist er zurückgekehrt – als freier Autor lebt Alexander Teske in Hamburg.

Deutsche und Russen verbindet mehr als sie trennt. Beide Völker haben einen gemeinsamen Geschichtsraum. Und dennoch gibt es in Deutschland viel Russenhass, während wir Deutschen den Russen aktuell sehr leidtun.

Roberto De Lapuente hat mit dem Friedensforscher Hauke Ritz über deutsche Affekte und die russische Seele gesprochen.