Hrsg. Vereinigung zur Kritik der politischen Ökonomie e.V

Kritik der Geoökonomie
PROKLA 223

Derzeit erleben wir einen tiefgreifenden Wandel in der globalen ökonomischen Konfiguration. Ein »Zeitalter der Geoökonomie« scheint anzubrechen. Es zeigt sich in einer Zuspitzung von zwischenstaatlicher Konkurrenz, von Handelskriegen, Sanktionsregimen und Investitionskontrollen, in einem Wettlauf um technologische Vorherrschaft und in den Versuchen einer Re-Territorialisierung strategischer Wertschöpfungsketten. Als zentral gilt dabei die Verschränkung sicherheitspolitischer Motive und ökonomischer Strategien. Angesichts der neuen Triade-Konkurrenz zwischen den USA, der EU und China nutzen einzelne Staaten sowie Unternehmen (geo-)ökonomische Instrumente, um ihre Interessen durchzusetzen und Konflikte auszutragen.

ISBN 978-3-86505-923-9 29.05.2026 15,00 € Kein Versand per E-Mail bestellen (Buch | Softcover)

Der »Aufstieg der Geoökonomie« wirft aus der Perspektive der Kritischen Politischen Ökonomie und Ökologie grundlegende Fragen nach der Beschaffenheit des globalen Kapitalismus auf. Wir wollen in der PROKLA 223 klären, welche strukturellen und materiellen Prozesse die Grundlage der Transformation bilden und worin diese konkret besteht. Welche Entwicklungen macht der »Aufstieg der Geoökonomie« sichtbar und was verdeckt er? Worin liegen der analytische Mehrwert, aber auch die Grenzen des Konzepts?

Mit Beiträgen von Joscha Abels, Ivan Bakalov, Hans-Jürgen Bieling, Heide Gerstenberger, Tobias Haas, Philipp Köncke, Scott Lavery, Regine Paul, Christoph Scherrer, Dorothea Schmidt, Anil Shah, Sandra Sieron, Jenny Simon und Angela Wigger.

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Inhalt

Editorial

Artikel des Heftschwerpunkts

Die neue globale Geoökonomie Umrisse einer kritischen Perspektive 

Eine Welt voller Aufholjäger Tech-Wettbewerbsstaatlichkeit im Schatten der sino-amerikanischen digitalen Konkurrenz 

Geoökonomie als Ende des Neoliberalismus? Zur Rekonfiguration von Staat und Globalisierung im USA-China-Konflikt 

Geoökonomische Politik und Militarisierung USA versus China 

Chinas Wasserstoffökonomie Geoökonomie in der ökologischen Modernisierung 

Akkumulation statt Transformation InvestEU und die neoliberale Architektur der neuen EU-Industriepolitik 

Einspruch

Als hätte es Imperialismus nie gegeben Kritische Anmerkungen zur Debatte um die neue Geoökonomie 

Wider den Funktionalismus Replik auf »Die strukturellen Grenzen des Dekarbonisierungsstaates« 

Artikel außerhalb des Schwerpunkts

Autoreninfos

Christoph Scherrer (* 1956 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Volkswirt und Politologe. Er war von 2000 bis zur Emeritierung 2022 Professor für Globalisierung und Politik an der Universität Kassel.

Wikipedia (DE): Christoph Scherrer

Sandra Sieron hat Politische Theorie in Frankfurt am Main und Psychologie in Berlin mit einem Schwerpunkt auf kritischen Subjekt- und Gesellschaftstheorien studiert und promoviert an der Humboldt Universität zu Berlin am Lehrbereich Soziologie von Arbeit, Wirtschaft und technologischem Wandel. Ihre aktuellen Forschungsinteressen liegen auf dem Wandel von Staatlichkeit, Innovation und Herrschaft im Kontext neuer Gestaltungslogiken im digitalen Kapitalismus in Deutschland und Europa. Quelle: wzb.eu

Erstellt: 04.08.2026 - 06:49  |  Geändert: 04.08.2026 - 07:13