Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit. Von David Graeber und David Wengrow

Ein großes Buch von gewaltiger intellektueller Bandbreite, neugierig, visionär, und ein Plädoyer für die Macht des direkten Handelns.

David Graeber, der bedeutendste Anthropologe unserer Zeit, und David Wengrow, einer der führenden Archäologen, entfalten in ihrer großen Menschheitsgeschichte, wie sich die Anfänge unserer Zivilisation mit der Zukunft der Menschheit neu denken und verbinden lässt. Sie revidieren unser bisheriges Menschenbild und erzählen Menschheitsgeschichte, wie sie noch nie erzählt wurde. Über Jahrtausende hinweg, lange vor der Aufklärung, wurde schon jede erdenkliche Form sozialer Organisation erfunden und nach Freiheit, Wissen und Glück gestrebt.

ISBN 978-3-608-98508-5     28,00 €  Portofrei     Bestellen

Graeber und Wengrow zeigen, wie stark die indigene Perspektive das westliche Denken beeinflusst hat und wie wichtig ihre Rückgewinnung ist. Lebendig und überzeugend ermuntern sie uns, mutiger und entschiedener für eine andere Zukunft der Menschheit einzutreten und sie durch unser Handeln zu verändern.

David Graeber war der bedeutendste Kulturanthropologe seiner Generation, der wichtigste Vordenker der Occupy-Bewegung und ein weltbekannter Intellektueller. Er lebte seine Ideen von sozialer Gerechtigkeit und Befreiung, gab den Unterdrückten Hoffnung und inspirierte zahllose andere zur Nachfolge. Am 2. September 2020 starb David Graeber völlig überraschend im Alter von 59 Jahren in Venedig; drei Wochen zuvor hatten er und David Wengrow "Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit" beendet. Vor mehr als zehn Jahren hatten beide Autoren begonnen, an diesem Opus magnum außerhalb ihrer akademischen Verpflichtungen zu arbeiten: Ein Anthropologe und ein Archäologe beleben mit dem heute vorhandenen Quellenmaterial den großen Dialog über die menschliche Geschichte wieder. Dieses Meisterwerk ist das Vermächtnis von David Graeber.

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags

Zivil und pervers. Literatur Posthum erscheint David Graebers „Neue Geschichte der Menschheit“. Es ist ein kühnes, geradezu größenwahnsinniges Buch Ulrich van Loyen → der Freitag 25.01.2022

Stimmen zum Buch:

»Graeber und Wengrow werfen alles um, was ich jemals über die Geschichte der Welt dachte. »Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit« widerlegt gründlich und elegant die evolutionären Geschichtstheorien und führt uns in andere Lebenswelten ein, die intelligente, kreative, komplizierte Menschen bevölkern. Über Jahrtausende hinweg haben sie praktisch jede erdenkliche Form sozialer Organisation erfunden und strebten lange vor der »Aufklärung« nach Freiheit, Wissen, Experimentierfreude und Glück. Graeber und Wengrow entlarven Mythen und erzählen eine spannende intellektuelle Geschichte, wie unsere Mythen entstanden sind, warum sie fortbestehen und was das alles für die gerechte Zukunft bedeutet, die wir zu schaffen hoffen. Das tiefgründigste und spannendste Buch, das ich seit dreißig Jahren gelesen habe.« Robin D.G. Kelley, Autorin von Freedom Dreams: The Black Radical Imagination  

» ›Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit‹ ist die radikale Revision von allem, die uns von den allzu vertrauten Erzählungen über die Vergangenheit der Menschheit befreit, die eingesetzt werden, um der Vorstellung von der Zukunft der Menschheit einzugrenzen. Stattdessen sagen sie uns, dass die Menschen schon am Anfang von allem kreativ sind: Es gibt keine einzige Art und Weise, wie wir waren oder sein sollten oder sein könnten. Eine weitere kraftvolle Strömung, die sich durch dieses Buch zieht, ist die Rückgewinnung der indigenen Perspektiven als kolossaler Einfluss auf das europäische Denken, ein wertvoller Beitrag zur Dekolonisierung der globalen Geschichte.« Rebecca Solnit, Autorin von Wenn Männer mir die Welt erklären, Unziemliches Verhalten und Die Dinge beim Namen nennen  

»Graeber und Wengrow begnügen sich nicht damit, unterschiedliche Antworten auf die großen Fragen der Menschheitsgeschichte zu geben. Sie bestehen darauf, selbst sogar die Fragen zu revolutionieren, die wir stellen. Das Ergebnis: eine schillernde, originelle und überzeugende Darstellung der reichen, spielerischen, reflektierenden und experimentellen Symposien, die das 'vormoderne' indigene Leben darstellt: eine herausfordernde, völlig neue und andere intellektuelle Geschichte der Anthropologie und Archäologie.»Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit« verdient es, der Hafen für praktisch alle nachfolgenden Arbeiten zu diesen starken Themen zu werden. Diejenigen, die an Bord gehen, werden in den beiden Davids unvergleichliche Navigatoren haben.«
James C. Scott, Sterling Professor für Politikwissenschaft und Anthropologie an der Yale University, Autor von Die Mühlen der Zivilisation: eine Tiefengeschichte der frühesten Staaten.

Presse:

»[M]indestens ein Buch des Jahres.« Cord Riechelmann, Philosophie Magazin, Februar/März 2022

»Als David Graeber 2019 in Venedig starb, empfing nicht eine respektvoll erschütterte Welt die Nachricht von seinem Tod. Wie wenige hat Graeber Wissenschaft und soziale Aktion zusammengeführt. Dieses Gemeinschaftswerk legt davon nicht bloß Zeugnis ab - es legt dazu den Grundstein.« Ulrich van Loyen, Der Freitag, 20. Januar 2022

«Das Vermächtnis des Anarchisten bleibt sein Aufruf, über die Zwänge in unserem Leben und Zusammenleben nachzudenken und uns andere Ordnungen vorzustellen. Die «neue Geschichte der Menschheit» bietet dafür eine faszinierende Fundgrube an Möglichkeiten. Sie lädt alle, ob Experten oder Laien, zum Weiterforschen ein, wie Menschen selber über ihre Gemeinschaften bestimmten und bestimmen könnten.«

»›Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit‹ ist eine Synthese neuerer Forschungen. Dieses Buch verwirft alte und überholte Annahmen über die Vergangenheit, erneuert unsere intellektuellen und spirituellen Ressourcen und enthüllt auf wundersame Weise die Zukunft der Menschheit als offenes Ende. Es ist das erfrischendste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.«

»Graeber und Wengrow entlarven Klischees über die weit zurückreichende Geschichte der Menschheit, um unserem Denken zu erschließen, was in der Zukunft möglich ist. Es gibt kein vitaleres, kein unserer Zeit angemesseneres Projekt.«

»Ein faszinierendes Werk, das uns dazu bringt, die Natur der menschlichen Fähigkeiten neu zu überdenken. Es handelt von den stolzesten Momente unserer eigenen Geschichte, unserem Austausch und unserer Schuld gegenüber indigenen Kulturen und ihren vergessenen Intellektuellen. Herausfordernd und erhellend.«

»Das ist kein Buch. Das ist ein intellektuelles Fest. Es gibt kein einziges Kapitel, das (spielerisch) angepasste und eingeschliffene intellektuelle Überzeugungen nicht umstößt. Es ist tiefgründig, mühelos ikonoklastisch, faktisch rigoros und angenehm zu lesen.«

»Graeber und Wengrow begnügen sich nicht damit, unterschiedliche Antworten auf die großen Fragen der Menschheitsgeschichte zu geben. Sie bestehen darauf, selbst sogar die Fragen zu revolutionieren, die wir stellen. Das Ergebnis: eine schillernde, originelle und überzeugende Darstellung der reichen, spielerischen, reflektierenden und experimentellen Symposien, die das 'vormoderne' indigene Leben darstellt: eine herausfordernde, völlig neue und andere intellektuelle Geschichte der Anthropologie und Archäologie. »Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit« verdient es, der Hafen für praktisch alle nachfolgenden Arbeiten zu diesen starken Themen zu werden. Diejenigen, die an Bord gehen, werden in den beiden Davids unvergleichliche Navigatoren haben.«

» ›Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit‹ ist die radikale Revision von allem, die uns von den allzu vertrauten Erzählungen über die Vergangenheit der Menschheit befreit, die eingesetzt werden, um der Vorstellung von der Zukunft der Menschheit einzugrenzen. Stattdessen sagen sie uns, dass die Menschen schon am Anfang von allem kreativ sind: Es gibt keine einzige Art und Weise, wie wir waren oder sein sollten oder sein könnten. Eine weitere kraftvolle Strömung, die sich durch dieses Buch zieht, ist die Rückgewinnung der indigenen Perspektiven als kolossaler Einfluss auf das europäische Denken, ein wertvoller Beitrag zur Dekolonisierung der globalen Geschichte.«

»Graeber und Wengrow werfen alles um, was ich jemals über die Geschichte der Welt dachte. »Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit« widerlegt gründlich und elegant die evolutionären Geschichtstheorien und führt uns in andere Lebenswelten ein, die intelligente, kreative, komplizierte Menschen bevölkern. Über Jahrtausende hinweg haben sie praktisch jede erdenkliche Form sozialer Organisation erfunden und strebten lange vor der »Aufklärung« nach Freiheit, Wissen, Experimentierfreude und Glück. Graeber und Wengrow entlarven Mythen und erzählen eine spannende intellektuelle Geschichte, wie unsere Mythen entstanden sind, warum sie fortbestehen und was das alles für die gerechte Zukunft bedeutet, die wir zu schaffen hoffen. Das tiefgründigste und spannendste Buch, das ich seit dreißig Jahren gelesen habe.«

»Faszinierend, zum Nachdenken anregend, bahnbrechend. Ein Buch, das noch jahrelang für Diskussionen sorgen wird.«

»Indem Graeber und Wengrow die neuesten archäologischen Forschungen und die jüngsten anthropologischen Aufzeichnungen durchforsten, zeigen uns die Autoren eine Welt, die vielfältiger und unerwarteter ist, als wir sie kannten, und offener und freier, als wir sie uns vorstellen. Dies ist Sozialtheorie im großen, altmodischen Sinne, vorgetragen mit fesselnder Geschwindigkeit und einem erheiternden Gefühl der Entdeckung.«

»Graeber und Wengrow bezeichnen drei Freiheiten als grundlegend für das kulturelle Universum voragrarischer Gemeinschaften: die Freiheit, sich zu bewegen, die Freiheit, nicht zu gehorchen, und die Freiheit, soziale Beziehungen zu verändern. Sie legen auch drei Kriterien fest, nach denen eine politische Formation als "Staat" bezeichnet werden kann: Kontrolle über Gewalt (stehendes Heer, Polizei), Kontrolle über Informationen (Bürokratie) und Wettbewerb um die Führung auf der Grundlage von Charisma (eine politische Klasse). Der vorherrschende Konsens ist, dass eine Verwässerung unserer Freiheiten der Preis ist, den wir für die Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation, wie Leitungswasser, Demokratie und Paracetamol, zahlen. Aber, so fragen Graeber und Wengrow, ist dann eine Marktgesellschaft, in der Ungleichheit eine Selbstverständlichkeit ist, und eine Demokratie, in der die Mehrheit nur zuschaut, der Endpunkt der "sozialen Evolution" der Menschheit? Oder kann sich die Menschheit, inspiriert durch die Wiederentdeckung einer unbekannten Vergangenheit, eine Zukunft vorstellen, die ihrer selbst würdiger ist? Lesen Sie dieses außergewöhnliche Buch und bilden Sie sich Ihre eigene Meinung.«

»Das Vermächtnis des großen anarchistischen Ethnologen.« Die Welt am Sonntag, 05. Dezember 2021

»"The Dawn of Everything" beginnt als scharfe Erwiderung auf schlampige Kulturanalysen und endet als Loblied auf Freiheiten, von denen die meisten von uns nie wussten, dass es sie gibt. Graeber und Wengrow kommen zu dem Schluss, dass das Wissen, dass es andere Wege zu leben gab, uns erlaubt, neu zu überdenken, was wir noch werden könnten.« Annalee Newitz, Washington Post, 26. November 2021

»'The Dawn of Everything' ist ein lebendiges und oft sehr witziges anarchistisches Projekt, das danach strebt, unsere politische Vorstellungskraft zu erweitern, indem es die Möglichkeiten der fernen Vergangenheit wiederbelebt.«  Gideon Lewis-Kraus, The New Yorker, 08. November 2021

»Ein Plädoyer für die Möglichkeit, die für Graeber vielleicht der höchste Wert von allen war. Das Buch ist eine Art glorreiches Durcheinander, voller faszinierender Abschweifungen, offener Fragen und fehlender Teile. Es zielt darauf ab, die vorherrschende große Erzählung der Geschichte nicht durch eine andere zu ersetzen, sondern durch den Umriss eines Bildes, das gerade erst sichtbar wird: einer menschlichen Vergangenheit voller politischer Experimente und Kreativität.« William Deresiewicz, The Atlantic, 18. Oktober 2021

Die Autoren:

David Graeber, geboren am 12. Februar 1961 in den Vereinigten Staaten, unterrichtete bis  2007 als Anthropologe in Yale und lehrte danach am Goldsmith-College in London. Graeber hat fast zwei Jahre in einer direkte Demokratie praktizierenden Gemeinschaft auf Madagaskar gelebt, war bekennender Anarchist, Mitglied der »Industrial Workers of the World« und der wahrscheinlich wichtigste Vordenker der Occupy-Bewegung. David Graeber, Autor mehrerer Weltbestseller, u.a. „Schulden“ (2012), ist am 2. September 2020 im Alter von 59 Jahren völlig überraschend in Venedig gestorben.

David Wengrow, geboren am 25. Juli 1972, studierte Archäologie und Anthropologie in Oxford und unterrichtet am Lehrstuhl für Vergleichende Archäologie an der Universität London. Er leitete Forschungen in Afrika und dem Mittleren Osten, ist einer der führenden Vertreter der "World Archaeology" und immer wieder zu Forschungsaufenthalten in Deutschland, u.a. an der Universität Freiburg.

David Graeber auf Wikipedia

David Wengrow auf Wikipedia

 

Erstellt: 31.01.2022 - 07:41  |  Geändert: 14.02.2022 - 06:56