Scott Ritter: Europa hat Russland angegriffen – Vergeltung ist jetzt unvermeidlich
auf YouTube (20.05.2026) 57:05
Zeitmarken
Geopolitik und die Eskalation zwischen West und Ost
- Beteiligung des Westens: Die jünsten Drohnenangriffe auf Moskau und den Luftraum um St. Petersburg wären ohne die direkte Beteiligung des kollektiven Westens nicht möglich. Die Technologien wurden im Westen entwickelt, die Produktion findet außerhalb der Ukraine statt und die Geheimdienstinformationen stammen ausschließlich von dort [00:55].
- Kriegsvorbereitungen in Europa: Große europäische Nationen wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien sprechen offen davon, Russland bis 2029 oder 2030 in einen offenen bewaffneten Konflikt zu verwickeln. Der deutsche Verteidigungsminister Pistorius bezeichnet Russland offen als Feind [02:24].
- Die Rolle der baltischen Staaten: Die Angriffe auf Russland scheinen über einen "baltischen Korridor" (Estland, Lettland und Litauen) gelaufen zu sein oder dort vorbereitet zu werden [03:34] Die baltischen Staaten haben restriktive Gesetze gegenüber ihrer russischen Minderheit erlassen, was Russland einen Vorwand zum Handeln liefern könnte [39:33].
- Strategischer Fokus auf Kaliningrad: Es gibt zunehmend Rhetorik und Druck aus Litauen sowie Pläne für Schikanen gegen die russische Schifffahrt in der Ostsee, um die russische Enklave Kaliningrad zu bedrohen [32:39]. Ein Angriff auf Kaliningrad würde laut Einschätzung zur militärischen Einnahme des Baltikums durch Russland führen [34:07].
- Die Bedeutung des Treffens in China: Das Treffen zwischen Wladimir Putin und Xi Jinping in Peking ist strategisch vergleichbar mit dem Treffen am Vorabend der militärischen Spezialoperation im Februar 2022. Russland und China benötigen sich gegenseitig, und die Chinesen werden auf die kommenden Entwicklungen vorbereitet [26:00].
Technologie, Geheimdienste und Infrastrukturschäden
- Übernahme und Auswertung von Drohnen: Russland fängt ukrainische Drohnen mittels elektronischer Kriegsführung unbeschädigt ab. Durch die Analyse der intakten Steuerungssysteme und Flugrouten erhält der russische Geheimdienst präzise Belege über die genutzten westlichen Geheimdienstquellen und Startpunkte [31:00].
- Schäden im russischen Energiesektor: Die ukrainischen Angriffe auf die russische Energie- und Exportinfrastruktur haben zugenommen. Zwischen 10 und 20 % der russischen Exportproduktionskapazitäten wurden beschädigt. Da die Behebung Monate dauert, droht bei anhaltenden Angriffen ein spürbarer wirtschaftlicher Schaden nach dem Aufbrauchen der Reserven [19:28].
- Militärische Dominanz auf dem Schlachtfeld: Trotz westlicher Berichte, die der NATO und der Ukraine zu viel Anerkennung zusprechen, bestätigt selbst der Bericht des US-Sonderinspektors für die Operation Atlantic Resolve, dass Russland die operative und strategische Dominanz im Abnutzungskrieg behält [06:56].
Die Karaganow-Doktrin und nukleare Verhandlungen
- Die strategische Nuklearpolitik (Karaganow-Doktrin): Sergei Karaganow leitete im Auftrag des Kremels die Überprüfung der Nuklearstrategie. Die 2025 veröffentlichte neue Doktrin besagt: Wenn eine Atommacht einem Nicht-Atomstaat konventionelle Waffen bereitstellt, um tief in russisches Territorium einzudringen oder strategische Infrastruktur zu bedrohen, ist Russland berechtigt, mit Atomwaffen zu reagieren [10:22].
- Unkontrollierbare Eskalationsspirale: Der Einsatz von Atomwaffen lässt sich laut Scott Ritter nicht eingrenzen. Einmal eingesetzt, führt die Dynamik unweigerlich zu einem umfassenden nuklearen Schlagabtausch, der die Menschheit auslöscht [42:35].
- Militärische Vergeltungsszenarien: Es wird erwartet, dass Russland als nächstes harte, präventive Schläge ausführt, um ein Zeichen zu setzen. Dies könnte die vollständige Ausschaltung von Kiew durch konventionelle Iskander-Raketen sowie die Zerstörung eines baltischen Staates als Exempel beinhalten [12:32] sowie [45:35].
Diplomatische Wege und politische Akteure
- Fehlende diplomatische Reife der EU: Die Europäische Union bietet kurzfristig keine Hoffnung auf eine diplomatische Lösung, da das Militär parallel über Krieg spricht und die EU die Führung an radikale Kräfte übergeben hat [48:40].
- Diplomatische Rolle von China und Trump: Eine verbleibende diplomatische Chance besteht darin, dass China nach Putins Staatsbesuch Kontakt zu Donald Trump aufnimmt. Trump müsste daraufhin Druck auf Europa und die Ukraine ausüben, um den Kurs zu stoppen [49:25] Trump wird jedoch als politisch geschwächt eingeschätzt [50:23].
- Fehlen von "Kalten Kriegern": Im heutigen westlichen Militär gibt es keine Führungskräfte mehr, die den Kalten Krieg oder großflächige Bodenkämpfe in Europa unter nuklearer Bedrohung miterlebt haben, weshalb das Risiko einer unkontrollierten Eskalation unterschätzt wird [51:27]




























































