Am 29. August 1949 zündete die Sowjetunion ihre erste Atombombe, viele Jahre früher, als von den westlichen Geheimdiensten erwartet. Maßgeblichen Anteil daran hatte der deutsche Physiker und Kommunist Klaus Fuchs (1911-1988), der als politischer Flüchtling in Großbritannien Aufnahme gefunden hatte und dort 1941 in verantwortlicher Position in die Arbeiten zum Bau einer britischen Atombombe einbezogen worden war.
Ronald Friedmann (Jahrgang 1956) ist ein deutscher Historiker, Journalist und Buchautor mit dem Forschungsschwerpunkt historische Kommunismusforschung. Er studierte Geschichte und Lateinamerikawissenschaften an der Universität Rostock und promovierte 2015 an der Universität Potsdam mit einer Arbeit über Arthur Ewert. Friedmann war in den 1980er Jahren im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR tätig und arbeitet heute als freier Autor in Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen gehören unter anderem Biografien über Klaus Fuchs, Gerhart Eisler, Arthur Ewert, Elise Ewert und Ernst Thälmann sowie Studien zur Geschichte der KPD und zur Geschichte des Karl-Liebknecht-Hauses. Seit 2013 gehört er der Historischen Kommission der Partei Die Linke an und ist seit 2017 Mitglied ihres Sprecherrats.
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