Die Erstausstrahlung des Hörspiels im NWDR löste eine enorme Resonanz aus. Sergeant Beckmann wurde zur Sinnfigur des spätheimkehrenden Soldaten. Mit seinem verzweifelten Ausruf „Antwortet denn niemand?“ warf er die Frage nach der Verantwortung für die Schuld der jüngsten Vergangenheit auf und verlieh damit den Gefühlen von Millionen eine Stimme. Borchert erlebte den Erfolg seines Dramas nicht mehr, das am 21. November 1947, dem Totensonntag, in den Hamburger Kammerspielen uraufgeführt und zwei Jahre später verfilmt wurde.
Sergeant Beckmann kehrt aus Sibirien zurück und stürzt sich in die Elbe, nachdem er seine Frau mit einem anderen Mann erwischt hat. Die Elbe weist ihn zurück und spült ihn bei Blankenese ans Ufer. Er findet Zuflucht bei einer Frau, deren Mann vermisst wird. Nachdem der andere Mann zurückkehrt, muss auch er weiterziehen. Drei weitere Begegnungen folgen: eine mit einem Oberst, der einen sinnlosen Befehl gegeben hat und für den Tod von elf Kameraden verantwortlich ist. Er will ihn zur Rechenschaft ziehen. Doch dieser verspottet ihn nur. Dann erscheint der Kabarettdirektor, dem Beckmann vergeblich seine Erlebnisse schildert. Schließlich teilt ihm die gleichgültige Frau Kramer mit, dass seine Eltern sich aufgrund ihrer Mitschuld am Naziregime das Leben genommen haben. Dennoch findet Beckmann in seinem Umfeld kein Verständnis. Im Traum erscheinen ihm der schwache, hilflose Gott und der Tod, ein Straßenkehrer, und er bittet ihn inständig, ihm eine Tür aufzuhalten. Wieder tauchen seine Mörder auf: der Oberst, der Direktor, Frau Kramer und seine Frau mit ihrer Freundin. Als ihn der Einbeinige konfrontiert, weil auch er in die Elbe gesprungen ist, erkennt Beckmann, dass auch er zum Mörder geworden ist.