deutsch.russische.friedenstage (Medienpräsenz)

18:53

Schostakowitsch trifft Bach

Das Streichquartett um Jörg Assmann bringt Musik von Johann Sebastian Bach und Dimitri Schostakowitsch zu Gehör. Das gibt uns Gelegenheit, eine besondere Begebenheit anzusprechen, die auch heute noch zum Nachdenken anregt: 
Selbst in den schweren Tagen der Blockade von Leningrad wurde die Musik von Bach, Beethoven, Schumann und anderen Komponisten der Weltmusik gespielt. Die Menschen in der Sowjetunion verehrten diese Musik weiter – trotz allem, was ihnen von deutschen Truppen angetan wurde. Wir hören zunächst einen Satz aus „Kunst der Fuge“ von Johan Sebastian Bach. Es folgt aus Schostakowitschs Musikschaffen das 15. Streichquartett.

Jörg Assmann lässt uns dazu wissen, ich zitiere: 
„Man könnte meinen, dass Schostakowitsch sich in seinem 15. Streichquartett auf die „Kunst der Fuge“ bezieht. Darüber hinaus ist dieses letzte Quartett eine einzige lange Klage in fünf langsamen Sätzen, die einer in den anderen übergehen. Wir spielen den ersten Satz. Wie in vielen anderen Werken Schostakowitschs gilt das Klagen und Trauern den Opfern des Faschismus“.


Chatyn: Der „Friedhof der Dörfer“ oder: Wie ich für immer „kriegsuntüchtig“ wurde – Besuch der weißrussischen Gedenkstätte Chatyn, Herbst 1988. Von Leo Ensel Nachdenkseiten 26.10.2025

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Gekaperte Erinnerungskultur: Woher kommt die erneute Russophobie? – 
Ein Vortrag von Hans Bauer am 11. Mai 2026 in Bremen

Hans Bauer geht in seinem faktenreichen Vortrag auf Hintergründe, Strukturen, Akteure und die beabsichtigte Funktion der erneut um sich greifenden Russophobie nach. Das Ansinnen von interessierten Kräften, sowjetische Mahnmale und Ehrenfriedhöfe, zum Beispiel in Berlin, unter dem Mantel der Kunstfreiheit umzuwidmen und Sinn zu entleeren, sieht er als gezielten Versuch, die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umzuschreiben. 

Feindbild Russland, oder: Wie eine Meinung in einem Kopf entsteht!
Hannes Hofbauer, Publizist und Verleger aus Wien, geht in diesem Video der Frage nach, seit wann und wie die Russophobie in den Köpfen der Menschen Raum greifen konnte. Zahlreiche Zitate aus dem Buch „Feindbild Russland“ belegen die unerträglichen antislawischen Ressentiments, wie sie noch heute zur Stigmatisierung der Russischen Föderation genutzt werden.

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