TeoTosone [2] (Medienpräsenz)

59:29

Nichts sei gefährlicher als kollektiver Erinnerungsverlust, hat der Philosoph und Soziologe Oskar Negt einmal notiert. Und jetzt ereilt dieser Verlust eine Epoche, die Negt mitgeprägt hat. «Phantasie an die Macht!» rief die rebellierende Jugend 1968 in Berkeley, Paris, Berlin, Zürich. Das wird derzeit wortreich gefeiert - und gleichzeitig liquidiert. Die Befreiung des Individuums ist längst zum Werbeargument verkommen, später Geborene rechnen mit «68» als Quelle aller Übel ab. Negt, der bei Adorno promovierte und Habermas assistierte, ist ein feuriger Kopf geblieben. In kritischer Distanz hat er die Substanz von 1968 weitergedacht, etwa die merkwürdige Beziehung zwischen Privatem und Politischem. Wer, wenn nicht Negt, könnte im Jubiläumsgetöse die verzweigten Wirkungen von 1968 erhellen? Oskar Negt ist zu Gast bei Monika Maria Trost und Michael Pfister.SRF,Sternstunde Philosophie,04.05.2008.©

59:49

Frank A. Meyer im Gespräch mit dem Psychoanalytiker Horst Eberhard Richter über seine private und wissenschaftliche Laufbahn sowie über seine Bücher zum Thema Angst.

56:22

Gespräch mit dem Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter über die Pflicht der Bürger zum zivilen Ungehorsam anstelle von Hilflosigkeit und Anpassertum.

30 Jahre sind es heuer, dass Oscar Arnulfo Romero (1917-1980) am Altar ermordet wurde. Der Erzbischof von San Salvador war einer der prominentesten Kritiker des Militärregimes in seinem Land El Salvador. Romero und andere kirchlich, politisch oder gewerkschaftlich organisierte Menschen wurden Opfer der Todesschwadronen in dem kleinen mittelamerikanischen Land mit den riesigen sozialen Unterschieden. Die sozialen Probleme sind nach dem Ende von Militärregime und Bürgerkrieg immer noch groß, ebenso die Kluft zwischen Arm und Reich. - ORF