Glenn Diesen (Jahrgang 1979) ist ein norwegischer Politologe und Professor an der Universität Südost-Norwegen (Universitetet i Sørøst-Norge). Er studierte u. a. an der University of Wollongong und der University of Sydney, absolvierte weitere Studien in Russland und erwarb Abschlüsse in Internationalen Beziehungen; seine Promotion erfolgte 2014 im Bereich Politik und Internationale Beziehungen. Er war an australischen Hochschulen tätig und übernahm später Stationen, die ihn 2020 an die Universität Südost-Norwegen führten. In der Forschung beschäftigt er sich vor allem mit russischer Außenpolitik, geökonomischen Ansätzen, eurasischer Integration und konservativen Strömungen in Russland. Neben wissenschaftlichen Publikationen tritt er regelmäßig als Kommentator in Medienformaten auf und betreibt einen eigenen Interview- und Gesprächskanal, in dem er sicherheits- und außenpolitische Themen diskutiert. 

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1. Auflage 19.12.2025 , Deutsch

Dieses prägnante Buch befasst sich mit dem Niedergang der liberalen Hegemonie, weist jedoch sofort darauf hin, dass sich die Welt momentan in einer Phase des Interregnums befindet und sich eine multipolare Weltordnung nach dem westfälischen Modell noch nicht komplett durchsetzen konnte. Vielmehr ist ein Rechtsvakuum entstanden, in dem die in den Konflikt involvierten Parteien darum wetteifern, die künftige Ordnung zu definieren. Der Expansionismus der NATO war ein wichtiger Bestandteil der liberalen Hegemonie, da er die kollektive Hegemonie des Westens als Grundlage für einen von den liberalen Demokratien auferlegten Frieden festigen sollte. Stattdessen demontierte dieser aber die gesamteuropäische Sicherheitsarchitektur und brachte Europa auf den Weg in den Krieg, ohne die Möglichkeit einer Kurskorrektur. Der Ukraine-Krieg ist daher ein Symptom für den Zusammenbruch der Weltordnung. 

ISBN 978-3-946946-52-6 1. Auflage 19.12.2025 27,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe

Norwegen sieht sich selbst als Modellnation: liberal, tolerant und friedensorientiert. Doch es hat sich eine kollektive Denkweise entwickelt, die von tiefem Misstrauen und Verachtung gegenüber jedem geprägt ist, der von den offiziellen Wahrheiten und Kriegsnarrativen der Regierung abweicht.

Hier ist ein soziales Experiment, um die obige Behauptung zu prüfen. Ich bin Professor für Politikwissenschaft, zugleich aber auch Politiker und kandidiere für das norwegische Parlament. Meine kürzlich gegründete Partei ist im Kern eine Antikriegspartei. Wir lancierten eine Plakatkampagne im öffentlichen Nahverkehr in Oslo. Die zentrale Botschaft lautete: Wir sind für Verhandlungen und gegen Waffenlieferungen für den Krieg in der Ukraine.

23.04.2022 , Englisch

This book defines Russophobia as the irrational fear of Russia, a key theme in the study of propaganda in the West as Russia has throughout history been assigned a diametrically opposite identity as the "Other." Propaganda is the science of convincing an audience without appealing to reason. The West and Russia have been juxtaposed as Western versus Eastern, European versus Asiatic, civilized versus barbaric, modern versus backward, liberal versus autocratic, and even good versus evil. During the Cold War, ideological dividing lines fell naturally by casting the debate as capitalism versus communism, democracy versus totalitarianism, and Christianity versus atheism. After the Cold War, anti-Russian propaganda aims to filter all political questions through the simplistic binary stereotype of democracy versus authoritarianism, which provides little if any heuristic value to understand the complexities of relations.

ISBN 978-981-1914-67-6 23.04.2022 128,39 € Portofrei Bestellen (Buch)