13.09.2024

Russophobie im historischen Kontext - Interview mit Prof. Glenn Diesen

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Dan Klein ist Wirtschaftsprofessor an der George Mason University und Chefredakteur von Econ Journal Watch. Professor Glenn Diesen diskutiert die historisch betrachtete Russophobie. Er ist der Autor von "Russophobia: Propaganda in International Politics" (2022). Die Diskussion nimmt ihren Ausgangspunkt mit Richard Cobdens Broschüre „Cure for the Russo-phobia“ (1836), von der eine gekürzte Version in EJW veröffentlicht wurde.

Sprache (Ton)
Deutsch
Themen
Videoautoren

Erstellt: 18.09.2024 - 13:18  |  Geändert: 01.05.2025 - 05:23

verwendet von

Glenn Diesen (Jahrgang 1979) ist ein norwegischer Politologe und Professor an der Universität Südost-Norwegen (Universitetet i Sørøst-Norge). Er studierte u. a. an der University of Wollongong und der University of Sydney, absolvierte weitere Studien in Russland und erwarb Abschlüsse in Internationalen Beziehungen; seine Promotion erfolgte 2014 im Bereich Politik und Internationale Beziehungen. Er war an australischen Hochschulen tätig und übernahm später Stationen, die ihn 2020 an die Universität Südost-Norwegen führten. In der Forschung beschäftigt er sich vor allem mit russischer Außenpolitik, geökonomischen Ansätzen, eurasischer Integration und konservativen Strömungen in Russland. Neben wissenschaftlichen Publikationen tritt er regelmäßig als Kommentator in Medienformaten auf und betreibt einen eigenen Interview- und Gesprächskanal, in dem er sicherheits- und außenpolitische Themen diskutiert. 

Wikipedia (DE): Glenn Diesen  |  Wikipedia (EN): Glenn Diesen  |  Website: – (kein Eintrag) | YouTube: G Diesen |  Substack: glenndiesen.substack.com/  |  X/Twitter: x.com/Glenn_Diesen  

This book defines Russophobia as the irrational fear of Russia, a key theme in the study of propaganda in the West as Russia has throughout history been assigned a diametrically opposite identity as the "Other." Propaganda is the science of convincing an audience without appealing to reason. The West and Russia have been juxtaposed as Western versus Eastern, European versus Asiatic, civilized versus barbaric, modern versus backward, liberal versus autocratic, and even good versus evil. During the Cold War, ideological dividing lines fell naturally by casting the debate as capitalism versus communism, democracy versus totalitarianism, and Christianity versus atheism. After the Cold War, anti-Russian propaganda aims to filter all political questions through the simplistic binary stereotype of democracy versus authoritarianism, which provides little if any heuristic value to understand the complexities of relations.