Zukunftsvisionen entfalten eine performative Wirkung, da sie politische Debatten anstoßen und gesellschaftliche Missstände, Hoffnungen und Ängste artikulieren. In ihnen angedachte Zeithorizonte – etwa das Jahr 2000 – werden mitunter zu einem Synonym für die Zukunft selbst. Der vorliegende Band führt Fallstudien aus Geschichte, Philosophie, Soziologie und Technikfolgenabschätzung zusammen und veranschaulicht die Wirksamkeit der Zukunftsvisionen und die Bedeutung von soziotechnischen Deadlines.
Paulina Dobroć arbeitet am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des Karlsruher Institut für Technologie. In ihrer Arbeit erforscht sie kulturelle Bedingungen wie auch die Wirkung von Erzählungen und Auffassungen digitaler und nachhaltiger Transformation. Quelle: oekom Verlag 27.05.2026