In welcher Welt leben? Ein Versuch über die Angst vor dem Ende. Von Eduardo Viveiros de Castro und Deborah Danowski

Die Vorstellungen vom Ende der Welt sind so vielfältig und zahlreich wie ihre Kulturen. Von der Sintflut über nukleare Katastrophen bis zur Vernichtung der Menschheit durch ein Supervirus reichen die Fantasien, die nicht nur die Science-Fiction durchziehen, sondern auch ganze Philosophien und Religionen begründen. Die Philosophin Deborah Danowski und der Ethnologe Eduardo Viveiros de Castro beleuchten in diesem Buch die wichtigsten und verbreitetsten Variationen des Themas vom Ende der Welt vor dem Hintergrund der globalen Umweltkrisen im Anthropozän. Die gegenwärtigen Katastrophenszenarien sind zumeist auch Gedankenexperimente über den drohenden Niedergang der westlichen Zivilisation. Es wird klar: Das Ende der Welt muss nicht gleich das Ende aller Zeiten bedeuten.

ISBN 978-3-95757-566-1     25,00 €  Portofrei     Bestellen

In diesem in viele Sprachen übersetzten Essay ziehen die beiden Autoren eine Bilanz aus den Enden der Welt, um aus ihnen weitreichende philosophische, ökologische und anthropologische Schlussfolgerungen für die politische Praxis zu schöpfen. Ein wichtiges Buch für unsere Zeit, ein Buch, das Hoffnung macht.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe

Manche scheinen immer noch zu glauben, die Bedrohung durch den Klimawandel sei ein Thema unter vielen, das dank medienwirksamer Auftritte Einzelner besonders intensiv durch die publizistischen Arenen getrieben würde. Da kommt ein Text gerade recht, der den Diskurs klärt, an dem wir derzeit alle, mehr oder weniger bewusst, beteiligt sind. Es geht um alles. Beziehungsweise um nichts. Es geht um das Ende. Rezension von Hans von Trotha → Deutschlandfunk Kultur 06.08.2019

Die Autor/innen:

Eduardo Viveiros de Castro

Eduardo Viveiros de Castro lebt in Rio de Janeiro. Als Professor für Anthropologie lehrte er an der University of Chicago und an der University of Cambridge. Mit seiner Theorie des amerindischen Perspektivismus zählt er zu den bedeutendsten zeitgenössischen Anthropologen.

Deborah Danowski

Deborah Danowski war nach ihrer Promotion zur Philosophie David Humes u. a. an der Universitat Paris-Sorbonne tätig, bevor sie Professorin für Philosophie an der Päpstlich Katholischen Universität von Rio de Janeiro wurde.

 

Erstellt: 03.11.2019 - 07:38  |  Geändert: 15.11.2019 - 09:27