Die Gesellschaft des Zorns. Von Cornelia Koppetsch

Was noch in den 1990er Jahren undenkbar war, ist mittlerweile Alltag: Ganze Bevölkerungsgruppen verlassen den Boden der gemeinsamen Wirklichkeit, kehren etablierten politischen Narrativen zornig den Rücken oder bestreiten gar die Gültigkeit wissenschaftlichen Wissens. Der Aufstieg des Rechtspopulismus markiert nach Dekaden der Konsenskultur eine erneute Politisierung der Gesellschaft.
Gängige Erklärungen für die Entstehung des Rechtspopulismus ziehen die Ereignisse der Fluchtmigration von 2015 oder vorgebliche Persönlichkeitsdefizite seiner Anhänger als Ursachen heran. Cornelia Koppetsch dagegen sieht die Gründe in dem bislang unbewältigten Epochenbruch der Globalisierung.

ISBN 978-3-8376-4838-6     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Wirtschaftliche, politische oder kulturelle Grenzöffnungen werden als Kontrollverlust erlebt und wecken bisweilen ein unrealistisches Verlangen nach der Wiederherstellung der alten nationalgesellschaftlichen Ordnung. Konservative Wirtschafts- und Kultureliten sowie Gruppen aus Mittel-und Unterschicht, die auf unterschiedliche Weise durch Globalisierung deklassiert werden, bilden dabei eine klassenübergreifende Protestbewegung gegen die globale Öffnung der Gesellschaft.

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Inhaltsverzeichnis

Wer wählt AfD – und warum?  Die AfD ist kein ostdeutsches Phänomen, wie die Soziologin Cornelia Koppetsch erklärt, auch wenn sie dort die höchsten Stimmenzuwächse verbuchen kann. Ihre Anhänger kommen aus allen Milieus. Sie alle eint das gemeinsame Gefühl, Verlierer zu sein. Moderation: Thorsten Jantschek → Deutschlandfunk Kultur 06.07.2019

Gegenwartsdiagnose. Querfronten der Verlierer Was hat Rechtspopulismus mit Globalisierung zu tun? Cornelia Koppetsch entwirft ein Panorama des globalen Klassenkampfs, Carlo Strenger schildert die Welt der liberalen Eliten. Rezension von Gustav Seibt → Süddeutsche Zeitung 02.07.2019

Rechtspopulismus als Bewegung gegen die „globale Moderne“. Von Marc Reichwein → Welt 15.06.2019

Die Sehnsucht nach Restauration. Kaum jemand erklärt die Umbrüche unserer Zeit so glänzend wie die Soziologin Cornelia Koppetsch. Rezension von Adam Soboczynski → die Zeit 28.05.2019

„Wir sind aus der politischen Lethargie erwacht“ Die gesellschaftliche Spaltung sei auch Ergebnis eines kulturellen Zerwürfnisses, sagte die Soziologin Cornelia Koppetsch im Dlf. „Wir sind mitten in einer Zeitenwende.“ Weltläufig orientierten Parteien stünden rechtspopulistische gegenüber. Cornelia Koppetsch im Gespräch mit Michael Köhler → Deutschlandfunk 10.06.2019

«Den Streit mit den Rechtspopulisten muss man aushalten» Die Soziologin Cornelia Koppetsch sieht im wachsenden Populismus eine emotionale Reaktion auf die Folgen der Globalisierung. Während rechte Parteien sich kapitalismuskritisch positionieren, schliessen linke Bewegungen Frieden mit dem Kosmopolitismus. Was genau spielt sich in den Tiefen westlicher Gesellschaften ab? → NZZ 17.05.2019

phoenix persönlich mit Cornelia Koppetsch → phoenix Youtube 14.06.2019

Soziologin über die urbane Mittelschicht „Viele Linke machen sich etwas vor“ Cornelia Koppetsch erforscht das Milieu der urbanen Mittelschicht. Die Soziologin erläutert, warum Gleichberechtigung bei Paaren oft eine Illusion ist. → TAZ 08.07.2018

 

Erstellt: 17.06.2019 - 05:55  |  Geändert: 17.07.2019 - 11:54

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