Das ökologische Grundgesetz. Von Jens Kersten

Wir leben in der modernen Gesellschaft nach dem Motto: "Natur hat man zu haben". Der Raubbau an der Natur, das Artensterben, die Vermüllung der Meere, die Erderwärmung und die Klimakatastrophe sind die Folgen. Deshalb ist eine ökologische Transformation unserer Gesellschaftsordnung notwendig.

Dieses Buch ist ein Plädoyer für die Entwicklung des bürgerlichen und sozialen Staats zu einer ökologischen Verfassungsordnung. Es zeigt, wie ein ökologisches Grundgesetz gestaltet werden könnte.

ISBN 978-3-406-79545-9     34,95 €  Portofrei     Bestellen

Der Band analysiert den ökologischen Status Quo des Grundgesetzes, zeigt den ökologischen Entwicklungsbedarf auf und formuliert Vorschläge für eine Reform der Grundrechte, der Staatsstrukturprinzipien und des gesamten Staatsorganisationsrechts.

Für alle mit dem Verfassungs- und Umweltrecht befasste Juristinnen und Juristen und an rechtspolitischen Themen Interessierten.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort des Autors (PDF)

„Warum ein ökologisches Grundgesetz? (...) In Summe ist dieses Buch ein ökologischer Ritt durch unser Grundgesetz und zeigt auf, an wie vielen Stellen Defizite in Sachen Natur- und Umweltschutz vorhanden sind. Deutlich wird dabei, wie schlecht die Natur und die ökologischen Themen derzeit in unserem Grundgesetz gestellt sind. Wir brauchen für die Natur einen grundgesetzlichen Status auf Augenhöhe mit all jenen durch das Grundgesetz definierten Personen, damit die Natur vor Gericht Chancengleichheit erhält. Erst dann, so mein Fazit aus dem Buch, wird sich der Umgang, das Bewusstsein und die Beziehung zu unserer Natur, auch juristisch, ändern." Von Helmut ScheelNetzwerk Rechte der Natur

„Revolution der Paragrafen: Wie das Grundgesetz in Bezug auf Ökologie und Natur geändert werden muss, beschreibt Jens Kersten detailliert und lesenswert. »Das ökologische Grundgesetz« ist eine juristische Utopie, eine nüchterne Revolution der Vernunft, ausbuchstabiert mit Paragrafen, ebenso komplex wie faszinierend. Es geht um die Zukunft unserer Gesellschaft, also um alles." Von Ralf StorkSpektrum 09.05.23

„Wenn es um die Bewältigung der mannigfaltigen Herausforderungen im Anthropozän mit den Mitteln des demokratischen Rechtsstaats geht, gehört Jens Kersten zu den einflussreichsten Expert:innen im deutschsprachigen Raum. Der Verfassungsrechtler forscht seit Jahren an der Frage, welche rechtlichen Instrumente Demokratien zur Bewahrung der Biosphäre aufbieten können, oder nach seinem Befund, müssen. Das Buch kommt zu einer Zeit gesetzgeberischer Ratlosigkeit angesichts gescheiterter Klimaschutzgesetze, mangels gesetzlicher Zwangsmittel zahnlos bleibender Klimaschutzpläne und international halbherzig vereinbarter Klimaziele nicht zu früh und hoffentlich nicht zu spät." Von Josef Hörmandingerpro zukunft 03.2023

„So könnte eine grüne Verfassung aussehen: In Ecuador heißt die Natur liebevoll „Pachamama“ und genießt in der Verfassung des Landes umfassende Rechte. Wäre so etwas auch in Deutschland möglich? Jura-Professor Jens Kersten entwirft ein Grundgesetz, das der Natur viel mehr Rechte einräumt." [Podcast 5:55] Von Susanne Billig → Deutschlandfunk 30.11.2022

Der Autor:

Prof. Dr. Jens Kersten ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Mehr zum Thema Rechte der Natur:

Hat die Loisach Recht? Wege zu einem Recht der Natur. [Podcast 25:31] Von Geseko von LüpkeBayern 2 26.04.2024

„Im Namen der Natur: Was genau ist eigentlich die Natur? Gibt es überhaupt Natur, die nicht vom Menschen berührt ist oder ist der Mensch ein Teil der Natur? Ecuador hat auf diese Fragen ganz einzigartige Antworten gefunden: Der Andenstaat hat als bisher einziges Land der Welt die Natur als eigenständige Rechtsperson in seine Verfassung aufgenommen. Journalistin Elisabeth Weydt hat vor Ort recherchiert und erklärt im Gespräch mit Host Maja Bahtijarević, was das genau bedeutet, wo Unterschiede zu deutschen Naturschutzgesetzen liegen, wie das Recht in Ecuador praktisch umgesetzt wird und was ein Frosch damit zu tun hat." Mit vielen Hintergrundinformationen und Links unter dem Beitrag zu weiterer Literatur. [Podcast 47:00] → ARD 26.03.21

Die Rechte der Natur. Vom nachhaltigen Eigentum. Von Tilo Wesche (2023)

Die Natur hat Recht. Wenn Tiere, Wälder und Flüsse vor Gericht ziehen - für ein radikales Umdenken im Miteinander von Mensch und Natur. Von Elisabeth Weydt (2022)

 

Grundsetzlich »Das ökologische Grundgesetz«
Hilal Sezgin, Uwe Volkmann, René Schlott
Literaturhaus Berlin Youtube 20.07.23

#fussnote April 2022: Klagende Bäume und stolpernde Schnorchler
[Bezug auf den Autor und das Gespräch im Deutschlandfunk, s.u.]
Martin Fries Youtube 01.04.22

Neues Recht für eine neue Epoche? Der Münchner Staatsrechtler Jens Kersten hat in den vergangenen Jahren die juristischen Aspekte von Automation, Klima, Artenschwund und Pandemie untersucht. Im Gespräch mit Mathias Greffrath analysiert er aktuelle Herausforderungen an Rechtssystem und Verfassung in Hinblick auf neue Balance zwischen individuellem und Gemeinschaftsrecht. [Podcast 29:02] Von Mathias GreffrathDeutschlandfunk 20. März 2022

 

Erstellt: 08.05.2024 - 08:31  |  Geändert: 10.05.2024 - 08:40