Vernichtungskrieg im Osten. Judenmord, Kriegsgefangene und Hungerpolitik. Von Hannes Heer

Die deutsche Erinnerungskultur konzentriert sich auf den Holocaust und blendet die ca. 30 Mio. Opfer des zweiten Völkermordes - den an den »slawischen Untermenschen«, wie Hitler sie nannte - fast vollständig aus. Während der Großteil der Juden von einer halben Million Angehöriger von SS, Polizei und lokalen Kollaborateuren ermordet wurde, war für den Tod der übrigen Opfer die Wehrmacht verantwortlich. Von den mehr als 11 Millionen Rotarmisten und mindestens 17 Millionen Zivilisten wurden 2 bis 3 Millionen ermordet, weil sie Juden waren, die übrigen starben bei Vergeltungsaktionen oder im Rahmen des Partisanenkrieges, durch Zwangsarbeit und durch die erbarmungslose Hungerpolitik der Besatzer.

ISBN 978-3-96488-039-0     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Mit Gründung der Bundesrepublik 1949 wurde der Völkermord im Osten zu einer schicksalhaften "Verstrickung" und die verbrecherische zur "sauberen Wehrmacht" gemacht. Diese Legenden konnten 1995 durch die → Hamburger Wehrmachtsausstellung zerstört werden.

Vorwort von Frank Heidenreich.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

"Vernichtungskrieg" auf Wikipedia

»Der Kommunist ist kein Kamerad.« Hannes Heer und Christian Streit über ein deutsches Elitenprojekt: den Vernichtungskrieg im Osten. Von Stefan Bollinger → Neues Deutschland 23.06.2021

Deutscher Überfall auf Sowjetunion – Auftakt eines epochalen Verbrechens. Nach dem Beginn des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, rechneten Adolf Hitler und die Wehrmacht-Führung mit einem Feldzug von höchstens zwei Monaten. Eine grandiose Fehlspekulation: Der Nimbus der Unbesiegbarkeit der Wehrmacht war bald gebrochen. Von Volker Ullrich → Deutschlandfunk 22.06.2021

Ein Vernichtungskrieg gegen die Bevölkerung. Von Jochen Hellbeck → FAZ 22.06.2021

"Ich glaube Helmut Schmidt, dass er keine Verbrechen gesehen hat." (Interview) → SZ 22.06.2011

Die Autoren:

Hannes Heer, Historiker, Filmregisseur, Ausstellungsmacher. Wissenschaftlicher Gestalter der Wehrmachtsausstellung (»Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944«), die als Wanderausstellung ab Mitte der 1990er Jahre zum ersten Mal die Kriegsverbrechen der regulären deutschen Streitkräfte während des Zweiten Weltkriegs auch für eine breite Öffentlichkeit dokumentierte.

Christian Streit, Historiker, lebt in Heidelberg. 1978 erschien seine Dissertation »Keine Kameraden. Die Wehrmacht und die sowjetischen Kriegsgefangenen 1941–1945« in einer Schriftenreihe des renommierten Münchner Institutes für Zeitgeschichte und löste Ungläubigkeit, Abwehrreflexe und hasserfüllte Leugnung aus.

Das Ende vom Mythos der "sauberen Wehrmacht" - Hannes Heer über die erste Wehrmachtsausstellung

Das Ende vom Mythos der "sauberen Wehrmacht" - Hannes Heer über die erste
Wehrmachtsausstellung → Heinrich-Böll-StiftungSaar Youtube 26.12.2015

 

Der Zweite Weltkrieg 5 - Vernichtungskrieg

Der Zweite Weltkrieg 5 - Vernichtungskrieg
Ginger Gin Youtube 11.08.2019

 

Erstellt: 24.06.2021 - 06:39  |  Geändert: 24.06.2021 - 07:04

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