26.03.2026
Jeffrey Sachs: Iran – Das Grab der US-Vorherrschaft
auf YouTube (26.03.2026) 31:50
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Trumps Politik und die „Verhandlungs-Lüge“
- Angebliche Abkommen: Sachs kritisiert Donald Trumps Behauptung, es gäbe konstruktive Gespräche oder ein umfassendes Abkommen mit dem Iran, als glatte Lüge. Der Iran habe jegliche direkten oder indirekten Verhandlungen dementiert [01:19], [05:43].
- Psychologische Einschätzung: Sachs äußert die Vermutung, dass Trump impulsiv und unberechenbar handelt. Er zieht sogar eine pathologische Komponente (frontotemporale Demenz oder bösartiger Narzissmus) in Betracht, um die widersprüchlichen Aussagen des Präsidenten zu erklären [01:53], [03:12].
- Marktmanipulation: Eine weitere Theorie besagt, dass Trump mit seinen Ankündigungen kurzfristig die Märkte beeinflusst, um wirtschaftliche Vorteile für sich oder seine Verbündeten zu erzielen [04:19].
Strategisches Versagen und mangelnde Planung
- Fehlende Kompetenz: Im Gegensatz zu China, das detaillierte Fünfjahrespläne verfolgt, agiert die US-Regierung laut Sachs völlig planlos und rein impulsiv [11:03], [12:17].
- Unterschätzung der Gegner: Die USA hätten sich bei Russland, China und nun auch beim Iran systematisch verkalkuliert. Man habe die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und militärische Entschlossenheit dieser Länder unterschätzt [08:55], [10:04].
Eskalationsszenarien und Auswege
- Existentielle Bedrohung für den Iran: Da die USA und Israel offen einen Regimewechsel fordern, sieht der Iran seine Existenz bedroht und wird entsprechend hart zurückschlagen. Sachs warnt, dass der Iran fähig ist, den Persischen Golf „in die Luft zu jagen“ [24:32], [26:08].
- Drei mögliche Enden:
- Die USA vernichten den Iran mit massiver Gewalt.
- Der Iran gewinnt den Raketenkrieg aufgrund seiner zahlenmäßigen Überlegenheit bei Raketensystemen.
- Eine diplomatische Intervention der Großmächte (Russland, China, Indien), die den USA unmissverständlich klarmachen, dass der Krieg beendet werden muss [25:04], [27:17].
Die Rolle Europas
- Unterwürfigkeit: Sachs kritisiert die europäischen Staats- und Regierungschefs (wie Rutte, von der Leyen, Scholz) scharf für ihre mangelnde Souveränität und ihre „Unterwürfigkeit“ gegenüber Washington. Dies führe zu einer Katastrophe für die europäische Wirtschaft [19:39], [21:07].
- Lichtblicke: Positiv hervorgehoben werden lediglich Stimmen wie Pedro Sanchez (Spanien) oder Bundespräsident Steinmeier, die den Krieg offen als Fehler bezeichneten [20:04].
Fazit: Das Ende der Unipolarität
Sachs schließt mit der Einschätzung, dass die USA versuchen, ihre Hegemonie in einer bereits multipolaren Welt mit Gewalt zu erzwingen. Dies isoliere die USA zunehmend und stärke eine weltweite diplomatische Front gegen dieses Vorgehen [29:01], [30:58].
Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
31min 50s
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