Ulrich Heyden (Medienpräsenz)

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Es ist ein Trauma — ein Trauma das verdrängt bleiben muss. Während der Kniefall Willy Brands in Warschau sich in's kollektive Gedächtnis eingebrannt hat und die Erinnerung an 6 Millionen Toten im Holocaust den Kern der Deutschen "Erinnerungskultur" bilden, ist die Deutsche Schuld gegenüber den 27 Millionen toten Bürgern der Sowjetunion noch immer ein Tabuthema, gerade jetzt da sich Europa für den nächsten Grosskrieg gegen den Osten wappnet. Darüber und über die Erfahrungen meines Gastes während über 30 Jahren in Russland wollen wir heute reden.

Heute habe ich den Buch-Autor und Moskau-Korrespondenten Ulrich Heyden bei mir. Herr Heyden ist seit 1992 in Russland für verschiedene zeitungen tätig und publiziert im Moment für die Nachdenkseiten und andere deutschsprachige Internetportale.

Nikolai Asarow war von 2010 bis 2014 Ministerpräsident der Ukraine. Vergangene Woche sagte er in der einer Anhörung vor dem Moskauer Dorogomilowski-Gericht als Zeuge aus. Die Anhörung fand im Rahmen einer Klage statt, mit der juristisch festgestellt werden soll, dass in der Ukraine im Februar 2014 ein Staatsstreich stattfand. In der Anhörung erklärte Asarow, auf die ukrainische Regierung sei von westlichen Politikern 2013 starker Druck ausgeübt worden, den Vertrag zur Assoziierung mit der EU zu unterschreiben.

Seine Versuche, die Botschafter Deutschlands und anderer westlicher Staaten in Kiew davon zu überzeugen, dass die Maidan-Aktionen auf einen gewaltsamen Machtwechsel zielten, seien komplett ignoriert worden. Nach dem Machtwechsel im Februar 2014, verließ Asarow die Ukraine und wohnt seitdem in Moskau, wo er 2015 mit anderen politischen Flüchtlingen ein „Komitee zur Rettung der Ukraine“ gründete. RT Deutsch-Korrespondent Ulrich Heyden traf Asarow zum Interview.