03.10.2019

#Leipzig 1989 - Die Schriftstellerin Katrin McClean berichtet

Remote Video URL
Quelle
Medienpräsenz
Videokanal

Was passierte 1988/89, unmittelbar vor und nach der Mauer-Öffnung in Leipzig? Darüber berichtet die Schriftstellerin Katrin McClean, die damals in Leipzig Psychologie studierte und aktiv war in der Bildungsgruppe des Neuen Forums. Die Gruppe erarbeitete Konzepte für ein neues Bildungssystem der DDR. Die Debatten an der Uni seien 1988 "sehr offen" gewesen erzählt die ehemalige DDR-Bürgerin. In einem Kinderheim, wo McClean damals arbeitete, habe sie modernere Erziehungsmethoden einführen können. Als dann im November 1989 die Mauer fiel, sei ihr und ihren Freunden klar gewesen: „Das war´s“. Die DDR würde diese chaotische Entwicklung nicht überleben. Es gelang nicht, die von der Bildungsgruppe des Neuen Forums entwickelten Konzepte in der Bundesrepublik zu realisieren, weil Sachsen nach der Vereinigung das Bildungssystem von Bayern übernahm. Gegen den Sozialismus habe man damals in Leipzig nicht demonstriert, sondern für eine modernere Wirtschaft und ein Mehrparteiensystem, erzählt die Schriftstellerin, die heute in Hamburg lebt. 

Sprache (Ton)
Deutsch
Laufzeit
17min 48s

Erstellt: 26.02.2026 - 11:36  |  Geändert: 26.02.2026 - 11:36

verwendet von

Felicitas Glück war 18, als die Mauer fiel und die Gesellschaft, auf die sie vorbereitet wurde, vor ihren Augen verschwand. 2002 zieht die Ex-Leipzigerin nach Hamburg und schwankt noch immer zwischen Anpassung und Widerstand gegen Verhältnisse, in denen es nur noch um Geld und Erfolg zu gehen scheint. Als ein kleines Mädchen zwischen die Fronten von Fürsorge und Vermarktung gerät, trifft sie eine radikale Entscheidung.