Widerständige Frauen

„Man sagt, ich sei ein Egoist. Ich bin eine Kämpferin.“ Dame Ethel Mary Smyth (1858 - 1944) Komponistin, Dirigentin, Schrifstellerin, Suffragette. Von Sulamith Sparre

Sie ist der überzeugende Beweis gegen die immer noch gern tradierte Theorie von der „Unfähigkeit der Frau, zu komponieren“ - ist sie deshalb heute so wenig bekannt? Denn die Methodik, die im Ausschluß der Frau als Schöpferin von Sinn in der Kulturgeschichte existiert, zeigt uns, daß wir es mit einem nur schwer zu besiegenden Gegner zu tun haben, weil wir erst mühsam nach Gegenbeweisen suchen müssen. Die feministische Geschichtsforschung hat seit einigen Jahrzehnten derartige Gegenbeweise gefunden. Dies gilt in der Musikgeschichte außer für Fanny Mendelssohn-Hensel, Augusta Holmés oder Germaine Tailleferre auch für Ethel Smyth: Immerhin war ihr umfangreiches Werk zu Lebzeiten weithin bekannt und wurde oft aufgeführt. Sie war eine von Berlin bis New York umjubelte Komponistin.

ISBN 978-3-86841-038-9     17,00 €  Portofrei     Bestellen

Hannah Senesh - Widerstandskämpferin, Dichterin. Von Sulamith Sparre

"Gepriesen sei der Span, der sich verzehrt": das bekannteste Gedicht einer jungen Frau ist ein Begriff. Ihr Werk ist bei uns noch zu entdecken. Hannah Senesh - auch Channah Szenes - setzte, wie Sophie Scholl, ihr Leben im Widerstand gegen das Nazi-Regime ein. Sie starb durch Justizmord im Alter von 23 bzw. ungarische Jüdin und Zionistin, die als Fallschirmspringerin kämpfte und das bedrohte ungarische Volk zu retten versuchte. Sie ist vor allem für die Jungen eine Art Identifikationsfigur, ein Vorbild, an einem einmal gefassten Entschluss festzuhalten und äußerster Bedrohung zu widerstehen.

ISBN 978-3-86841-264-2     18,00 €  Portofrei     Bestellen

„Hier bin ich, die Wegweiserin“ Flora Tristan (1803-1844), Sozialistin, Feministin, Schriftstellerin. Von Sulamith Sparre

Sie ist die Zeitgenossin von Victor Hugo (1802-1885) und George Sand (1804-1876), aber längst nicht so bekannt wie diese. Doch im Gegensatz zu George Sand war Flora Tristan (1803-1844) keine bloße Salonsozialistin, sondern eine leidenschaftliche und engagierte Kämpferin für die Rechte und Menschenwürde der Frau und der Proletarier gleichermaßen: In ihrem Buch „Spaziergänge in London“ (1840) nannte sie die Schattenseiten der industriellen Revolution in England - Verarmung weiter Kreise der Bevölkerung und Menschenhandel - beim Namen, ein halbes Jahrzehnt vor Friedrichs Engels Untersuchung „Zur Lage der arbeitenden Klasse in England“, zeitgleich mit Bettine von Arnims „Armenbuch“, das die Misere der schlesischen Weber vor den Toren Berlins beschreibt.

ISBN 978-3-86841-074-7     19,90 €  Portofrei     vergriffen