Florian Pfaff (Jahrgang 1957) ist ein deutscher ehemaliger Major der Bundeswehr, der durch seine Befehlsverweigerung im Zusammenhang mit dem Irakkrieg internationale Bekanntheit erlangte. Er trat 1976 in die Bundeswehr ein, absolvierte die Offizierslaufbahn und studierte Pädagogik an der Universität der Bundeswehr München. Im Jahr 2003 verweigerte er als Angehöriger des Streitkräfteamtes einen Befehl, weil er eine mittelbare Mitwirkung am aus seiner Sicht völkerrechtswidrigen Irakkrieg nicht mit seinem Gewissen vereinbaren konnte. Nach disziplinarischen Maßnahmen, einem langjährigen Rechtsstreit und einer versuchten Degradierung wurde er 2005 durch das Bundesverwaltungsgericht rehabilitiert. Pfaff blieb bis 2013 Soldat und engagiert sich seither in friedenspolitischen Debatten, unter anderem als Sprecher des kritischen Bundeswehr-Netzwerks Darmstädter Signal. Für sein Verhalten erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter die Carl-von-Ossietzky-Medaille und den AMOS-Preis für Zivilcourage.

Wikipedia (DE): Florian Pfaff

2008 , Deutsch

Major Florian Pfaff hat im Jahre 2003 einen Befehl zur Unterstützung des US-amerikanischen Angriffs auf den Irak verweigert. Er wurde daraufhin psychiatrisch untersucht, mit Gefängnis bedroht und degradiert. Nach einem zweijährigen Rechtsstreit wurde Major Pfaff durch das Bundesverwaltungsgericht voll rehabiliert. Florian Pfaff versieht derzeit Dienst als Major bei einem Sanitätskommando in München. Er wurde 2006 mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet und erhielt 2007 den AMOS-Preis. Er erhielt den World Citizen Award 2008.

ISBN 978-3-937245-03-4 2008 vergriffen Mehr Infos (Buch) → d-nb.info