Major Florian Pfaff hat im Jahre 2003 einen Befehl zur Unterstützung des US-amerikanischen Angriffs auf den Irak verweigert. Er wurde daraufhin psychiatrisch untersucht, mit Gefängnis bedroht und degradiert. Nach einem zweijährigen Rechtsstreit wurde Major Pfaff durch das Bundesverwaltungsgericht voll rehabiliert. Florian Pfaff versieht derzeit Dienst als Major bei einem Sanitätskommando in München. Er wurde 2006 mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet und erhielt 2007 den AMOS-Preis. Er erhielt den World Citizen Award 2008.
Florian Pfaff (Jahrgang 1957) ist ein ehemaliger Major der Bundeswehr. Er wurde bundesweit bekannt, als er sich 2003 weigerte, dienstliche Aufgaben zu erfüllen, die aus seiner Sicht eine mittelbare Unterstützung des Irakkriegs darstellten. Pfaff begründete seine Entscheidung mit völkerrechtlichen Erwägungen und der Auffassung, der Krieg verstoße gegen das Völkerrecht. In der Folge wurde er zunächst disziplinarisch belangt und aus dem Dienst entfernt. Später stellte das Bundesverwaltungsgericht fest, dass seine Weigerung rechtlich zulässig war, da Soldaten nicht verpflichtet sind, sich an völkerrechtswidrigen Handlungen zu beteiligen. Der Fall Pfaff gilt als bedeutender Präzedenzfall für die Gewissensfreiheit von Soldaten. Nach seinem Ausscheiden aus der Bundeswehr äußerte er sich weiterhin zu Fragen von Militär, Völkerrecht und Friedenspolitik.
Wikipedia (DE): Florian Pfaff