In diesem Band setzt sich Janina Loh kritisch mit den unterschiedlichen Theorien zur Perfektionierung sowie zur Überwindung des Menschen und seiner Sterblichkeit auseinander, die in den Strömungen des Transhumanismus und Posthumanismus versammelt sind. Sie stellt die wichtigsten Ansätzen vor und diskutiert die zahlreichen Herausforderungen, die mit den Technologien des Human Enhancements, der Verschmelzung von Mensch und Maschine sowie einer technologischen Weiterführung des Humanismus bzw. seiner Verabschiedung verbunden sind.
Janina Loh (Geburtsjahr 1984) ist eine Philosophin und Ethikerin, die sich auf Technik-, Medien- und Robotikethik sowie auf Fragen des Post- und Transhumanismus spezialisiert hat. Sie studierte Philosophie und Germanistische Linguistik und promovierte 2013 mit einer Arbeit zur Verantwortung („Die Trias der Verantwortung: Struktur – Intersubjektivität – Kontextualisierung“). Nach einer Post-Doc-Phase an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel war sie ab 2016 Universitätsassistentin am Bereich Technik- und Medienphilosophie der Universität Wien. Später wechselte sie in eine ethische Praxis-Position bei der Stiftung Liebenau in Meckenbeuren, wo sie sich mit Ethik in Technik, Digitalisierung und Pflege beschäftigt. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Verantwortung, Robotik- und Technikethik, feministische Technikphilosophie, Ethik der Wissenschaften und anthropologische Fragestellungen.