Das Ende der Illusionen. Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne. Von Andreas Reckwitz

Noch vor wenigen Jahren richtete sich die westliche Öffentlichkeit in der scheinbaren Gewissheit des gesellschaftlichen Fortschritts ein: Der weltweite Siegeszug von Demokratie und Marktwirtschaft schien unaufhaltsam, Liberalisierung und Emanzipation, Wissensgesellschaft und Pluralisierung der Lebensstile schienen die Leitbegriffe der Zukunft. Spätestens mit dem Brexit und der Wahl Donald Trumps folgte die schmerzhafte Einsicht, dass es sich dabei um Illusionen gehandelt hatte.

ISBN 978-3-518-12735-3     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Tatsächlich wird erst jetzt das Ausmaß des Strukturwandels der Gesellschaft sichtbar: Die alte industrielle Moderne ist von einer Spätmoderne abgelöst worden, die von neuen Polarisierungen und Paradoxien geprägt ist - Fortschritt und Unbehagen liegen dicht beieinander. In einer Reihe von Essays arbeitet Andreas Reckwitz die zentralen Strukturmerkmale der Gegenwart pointiert heraus: die neue Klassengesellschaft, die Eigenschaften einer postindustriellen Ökonomie, den Konflikt um Kultur und Identität, die aus dem Imperativ der Selbstverwirklichung resultierende Erschöpfung und die Krise der Liberalismus.

Mehr Infos...

Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Plädoyer für eine Abkühlung öffentlicher Debatten. Kaum eine öffentliche Debatte wird derzeit sachlich geführt. Überall sind heftige Gefühle im Spiel. Das sei typisch für unsere spätmoderne Lebensform, meint Soziologe Andreas Reckwitz. Andreas Reckwitz im Gespräch mit Thorsten Jantschek → Deutschlandfunk Kultur 18.01.2020

Presse:

»Nach der wegweisenden Studie ›Gesellschaft der Singularitäten‹ beschäftigt sich Andreas Reckwitz in seiner Essaysammlung mit dem Strukturwandel der Gesellschaft. Der Soziologe seziert die neue Klassengesellschaft, die postindustrielle Ökonomie, die Konflikte um Kultur und Identität und den Imperativ der Selbstverwirklichung, woraus Erschöpfung und Demokratiemüdigkeit entspringen.« DIE ZEIT

»Das Buch analysiert nicht nur die Erschöpfung der liberalen Fortschrittserzählung, sondern stellt auch Kategorien bereit, um das politische Geschehen neu zu bestimmen.« Isolde Charim, taz. die Tageszeitung

»Wer wissen will, warum es die alten Sicherheiten, die die BRD zu garantieren schien, so aus der Kurve getragen hat, muss Reckwitz lesen. Eine elegant-intelligente Tour de Force durch Politik, Ökonomie und Kultur.« Jan Küveler, Die Literarische Welt

»Der Soziologe Andreas Reckwitz entschlüsselt die Entwicklungsdynamiken gegenwärtiger Gesellschaften zwischen Öffnung und Regulierung. Und siehe da: Ein neuer Liberalismus hätte gute Chancen.« Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung

»Ein erhellendes, dringendes Buch.«Svenja Flaßpöhler, Philosphie Magazin 01/2020

»Provokante und gerade darin oft simplifizierende Thesen sind [Andreas Reckwitz’] Sache nicht, dystopische Dramatisierungsrhetorik liegt ihm so fern wie trotziger Fortschrittsoptimismus. Wer so auf die Wirklichkeit schaut, sieht mehr und begreift besser, was er sieht.« Ulrich Bröckling, Soziopolis

Der Autor:

Andreas Reckwitz, geboren 1970, ist Professor für Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder.

 

Erstellt: 14.01.2020 - 07:43  |  Geändert: 20.01.2020 - 09:01

Verlag: