Mit der Stasi ins Bett. Die kurze Karriere eines Romeos. Von Stefan Spector

Eigentlich sollte er im Auswärtigen Amt für die DDR arbeiten. Aber im dritten Agenten-Ausbildungsjahr verschwand die DDR von der Landkarte. Aus dem Perspektiv-Spion mit FDP-Parteibuch wurde also nichts - wohl aber der erste offen schwule Bewerber für ein Bundestagsmandat. Da machten ihm jedoch seine Parteifreunde einen Strich durch die Rechnung: Sie zogen die Akte des IM "Jérôme" ... Stefan Spector berichtet über eine Romeo-Karriere, die bereits endete, bevor sie richtig begann.

ISBN 978-3-360-01891-5     16,99 €  Portofrei     Bestellen

Seine Schilderungen aus der Geheimdienstwelt, in Diktion und Haltung an Felix Krull erinnernd, lassen die 1980er Jahre noch einmal lebendig werden: die Hausbesetzerszene in Westberlin, die Beziehungen zur Schwulen-Szene im Osten und die Aktivitäten der Staatssicherheit, unter den Studenten im Westen geheime Mitarbeiter zu gewinnen. Stefan Spector war einer ihnen. Und er hatte eine spezielle Präferenz.

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Inhalt und Leseprobe des Verlags

Wahn und Wirklichkeit. Was der Staatssicherheit der DDR im Umgang mit den Homosexuellen angedichtet wird und wie sie versuchte, deren Forderungen aufzugreifen. Rezension von Wolfgang Schmidt → junge Welt 21.10.2019

Der Autor:

Stefan Spector, geboren 1964 in Hamburg, nahm nach dem Abitur ein Studium an der Technischen Universität in Berlin auf. 1988 wurde er von der Aufklärung der DDR angeworben mit der Maßgabe, langfristig im Auswärtigen Amt in Bonn Kariere zu machen. 1994 trat er als Berliner FDP-Kandidat für die Bundestagswahl an – und wurde mit Gauck-Akten enttarnt. Spector ist als Übersetzer und in der Versicherungsbranche tätig und lebt in Augsburg.

 

Erstellt: 27.10.2019 - 08:39  |  Geändert: 27.10.2019 - 08:42

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