Die Jakobsbücher. Von Olga Tokarczuk

Den einen galt er als Weiser und Messias, den anderen als Scharlatan und Ketzer. Eine der bedeutendsten Figuren des 18. Jahrhunderts ist er allemal: Jakob Frank, 1726 im polnischen Korolówka geboren, 1791 in Offenbach am Main gestorben. Als Anführer einer mystischen Bewegung, der Frankisten, war Jakob fest entschlossen, sein Volk, die Juden Osteuropas, endlich für die Moderne zu öffnen; zeit seines Lebens setzte er sich für ihre Rechte ein, für Freiheit, Gleichheit, Emanzipation. Tausende Anhänger scharte Jakob um sich, tausende Feinde machte er sich. Und sie alle, Bewunderer wie Gegner, erzählen hier die schier unglaubliche Lebensgeschichte dieses Grenzgängers, den es weder bei einer Religion noch je lange an einem Ort hielt. 

ISBN 978-3-311-10014-0     42,00 €  Portofrei     Bestellen

Es entsteht das schillernde Porträt einer kontroversen historischen Figur und das Panorama einer krisenhaften Welt an der Schwelle zur Moderne. Zugleich aber ist Olga Tokarczuks ebenso metaphysischer wie lebenspraller Roman ein Buch ganz für unsere Zeit, stellt es doch die Frage danach, wie wir uns die Welt als eine gerechte vorstellen können - ein Buch, das Grenzen überschreitet.

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Ein Untertitel wie ein Gedicht:

Die Jakobsbücher
oder
Eine große Reise
über sieben Grenzen,
durch fünf Sprachen
und drei große Religionen,
die kleinen nicht mitgerechnet.

Eine Reise,
erzählt von den Toten
und von der Autorin ergänzt
mit der Methode der Konjektur,
aus mancherlei Büchern geschöpft
und bereichert durch die Imagination,
die größte natürliche Gabe des Menschen.

Den Klugen zum Gedächtnis,
den Landsleuten zur Besinnung,
den Laien zur erbaulichen Lehre,
den Melancholikern zur Zerstreuung.

"Olga Tokarczuk begeistert durch ihre Erzählweise, in der sie philosophische und psychologische Tiefe mit epischem Nerv verbindet, die zwischen Mythen, Träumen und Realität angesiedelt ist… eine unnachahmliche, zwischen Magie und Realität oszillierende Aura." Marta Kijowska in der Süddeutschen Zeitung

Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk. Mutige Kämpferin für ein anderes Geschichtsbild. Olga Tokarczuk gilt als brillante und couragierte Autorin, die in ihren preisgekrönten Werken den Polen einen anderen, kritischen Blick auf ihre Geschichte zeigt. Dafür bekam sie Morddrohungen. → Deutschlandfunk Kultur 10.10.2019

Die Raumzeitreisende. Alles fließt im Werk der polnischen Schriftstellerin und frisch gekürten Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk: die Zeit, die Orte und auch Europa. → die ZEIT 10.10.2019

Phantasie und Provokation. Olga Tokarczuk, die nun endlich bestimmte Nobelpreisträgerin des Jahres 2018, ist das, was viele polnische Intellektuelle – Konservatismus hin, Katholizismus her – eben doch kennzeichnet: Sie ist im besten Sinne des Wortes unkonventionell, rebellisch und mit Lust an der Provokation ausgestattet. Mit Phantasie ohnehin ... → Welt 10.10.2019

Presse:

»Jede dieser 1000 Seiten ist beglückend.« Le Temps, Paris

»Gewaltig.« Lire, Paris

»Von der Größe eines W. G. Sebald.« Annie Proulx

»Eine der sehr wenigen herausragenden Schriftstellerinnen des vergangenen Vierteljahrhunderts.«The Economist, London

»Ein außergewöhnlicher literarischer Wurf.« Le Monde, Paris

»Eine umwerfendeSchriftstellerin.« Swetlana Alexijewitsch

Olga Tokarczuk auf Wikipedia

 

Olga Tokarczuk Interview: I Absorb Stories → Lousiana Channel Youtube 29.11.2017

 

Erstellt: 11.10.2019 - 05:59  |  Geändert: 11.10.2019 - 07:28

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