Ach los, scheiß der Hund drauf!
Das Leben des Stern-Kriegsreporters Randy Braumann

Die Erinnerungen des Kriegsreporters Randolph Braumann (Jahrgang 1934), aufgeschrieben von Diplom-Journalist Peter Chemnitz.

Zehn Jahre lang war er für den "stern" als Kriegsreporter in Afrika, Vietnam und im Nahen Osten mit den namhaftesten Fotografen unterwegs. Er lernte Diktatoren wie Idi Amin, Mobutu Sese Seko, Saddam Hussein, Muammar el Gaddafi, Kaiser Haile Selassie, Papa Doc sowie den Terroristenführer Georges Habash kennen – und fand sie sympathisch.

Erst dadurch, dass der Jüngere von beiden, Chemnitz, zuhört und notiert, bekommt die Irrfahrt durch die sinnlosen Kriege, Leidensgeschichten und Politik-Gags des 20. und gerade begonnenen 21. Jahrhunderts einen Sinn. 

ISBN 978-3-906212-00-5 20.12.2013 14,90 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe

Braumann war ein Haudegen. "Ach los, scheiß der Hund drauf!", hieß der Spruch, mit dem er und sein alter Freund, "stern"-Fotograf Gerd Heidemann, sich in brenzligen Situationen Mut machten. Statt auf Pressekonferenzen der Generalität trieb Braumann sich bei den kämpfenden Truppen herum. In Kambodscha rettete ihm die Angst eines Kollegen das Leben, in Jordanien erklärte die deutsche Botschaft ihn bereits für tot.

In seinem Buch finden sich Geschichten darüber, wie Journalisten selbst ein wenig am Rädchen der Weltgeschichte drehen. Braumann erzählt von lebenslangen Feindschaften und wie sie entstanden sind. Wenn es um Storys ging, gab es keine Kollegialität. Er erzählt von falschen Fotos, verlogenen Überschriften und ihren fatalen Folgen. Vor allem aber lässt er einen Journalismus lebendig werden, wie er heute fast ausgestorben ist.

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Leseprobe und Fotos beim Verlag

Wikipedia (DE): Randy Braumann

Autoreninfos

Peter Chemnitz, 1962 in Leipzig geboren, wuchs in Dresden auf. Als Enkel des einst europaweit bekannten Sportjournalisten Erich Chemnitz wollte er unbedingt in dessen Fußstapfen treten, mit einer Ausnahme – der Sportberichterstattung. Allerdings rieten ihm alle davon ab, in der DDR diesen Beruf zu ergreifen. Auch die Staatssicherheit war skeptisch und verhängte, in enger und heimlicher Kooperation mit der Universität Leipzig, ein bis Ende 1988 aufrecht erhaltenes Studienverbot. Als Redakteur durfte er trotzdem arbeiten: von 1985 bis 1990 bei der Dresdner Tageszeitung „Sächsische Neueste Nachrichten“. In der Wendezeit wechselte er zu der in Stuttgart produzierten Wochenzeitung „Sachsenspiegel“ der bürgerbewegten Dresdner „Gruppe der 20“. Nach deren Einstellung erlebte er als Politikredakteur die letzten neun Monate der vom Süddeutschen Verlag samt Immobilie in der Dresdner Inneren Neustadt erworbenen Tageszeitung „Die Union“. Es folgten Jahre der freien Mitarbeit für „Spiegel“, „Focus“ und Nachrichtenagenturen wie dpa, AP und VWD sowie bis 1997 als Sachsen-Korrespondent der „Welt am Sonntag“. Seitdem ist er Redakteur der „Sächsischen Zeitung“. Quelle: VLB-TiX 28.05.2026

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Erstellt: 28.05.2026 - 05:58  |  Geändert: 28.05.2026 - 06:21