Was wir wissen können
Roman

3. Auflage 24.09.2025 , Deutsch

Im Jahr 2119: Die Welt ist überschwemmt, Europa eine Insellandschaft, Freiheit und Reichtum unserer Gegenwart - ein ferner Traum. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe sucht ein verschollenes Gedicht von Weltrang. Der Dichter Francis Blundy hat es 2014 seiner Frau Vivien gewidmet und nur ein einziges Mal vorgetragen. In all den Spuren, die das berühmte Paar hinterlassen hat, stößt Thomas auf eine geheime Liebe, aber auch auf ein Verbrechen. Ian McEwan entwirft meisterhaft eine zukünftige Welt, in der nicht alles verloren ist.

ISBN 978-3-257-07357-7 3. Auflage 24.09.2025 28,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

2014: Bei einem Abendessen mit engen Freunden trägt der Dichter Francis Blundy ein Gedicht zu Ehren seiner Frau Vivien vor. Niemand am kerzenbeleuchteten Tisch ahnt, dass noch Generationen später über dieses Gedicht spekuliert werden wird, denn die einzige Niederschrift bleibt unauffindbar.

2119: Ein Großteil der westlichen Welt ist überflutet, England nur noch ein Archipel. Der Literaturwissenschaftler Thomas Metcalfe forscht über das frühe 21. Jahrhundert, insbesondere über Blundys Gedicht für Vivien. Fasziniert von den Möglichkeiten und der Freiheit der damaligen Zeit stößt er auf eine große Liebe und ein Verbrechen, das seine Vorstellung davon, was wir wissen können, völlig auf den Kopf stellt.

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Leseprobe des Verlag

Rezension

Kann das alles Zufall sein? Die Gegenwart mal aus der ausgedachten Zukunft eines Science-Fiction-Romans zu betrachten, schärft den Blick. Wie viel Wahnsinn ist da schon im Gange? - Heute mal eine zentrale metaphysische Frage: Gibt es Zufall? Oder ist alles vorherbestimmt? Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Aber manchmal fällt es mir schwer, an den Zufall zu glauben. Da sitze ich im Regen von Oberbayern und lese nichtsahnend einen Roman, der aus der Zukunft von 2119 auf unsere Zeit zurückblickt und sie so zusammenfasst: „Die Vergangenheit war bevölkert von Idioten“. Kurz darauf mache ich den Fernseher an und sehe die Spitzen der schwarz-roten Regierungskoalition den „Kompromiss“ zur „Abschaffung des Heizungsgesetzes“ verkünden. Zufall? Von Bernhard Pötter taz 27.02.2026

Autoreninfos

Ian McEwan (Jahrgang 1948) ist ein britischer Schriftsteller und Drehbuchautor. Er studierte Englische Literatur an der University of Sussex und an der University of East Anglia. Mit Romanen wie The Cement Garden und The Comfort of Strangers etablierte er sich als feinsinniger Beobachter moralischer und psychologischer Grenzsituationen. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit "Amsterdam", das 1998 den Booker Prize erhielt. McEwan gilt als einer der bedeutendsten englischen Gegenwartsautoren. Seine Bücher wurden vielfach übersetzt und erfolgreich verfilmt.

Wikipedia (DE): Ian McEwan

Übersetzt von

Bernhard Robben (Pseudonym: Robin Seals, * 13. September 1955 in Haselünne, Emsland) ist ein deutscher literarischer Übersetzer und Moderator. Wikipedia (DE): Bernhard Robben

Autoren

Erstellt: 09.03.2026 - 08:40  |  Geändert: 09.03.2026 - 09:25