Geographie der Gewalt. Macht und Gegenmacht in Lateinamerika. Hrsg. Timo Dorsch und Jana Flörchinger und Börries Nehe

In Teilen Lateinamerikas hat Gewalt eine scheinbar unaufhaltsame Eigendynamik entwickelt. Die Grenzen zwischen dem Legalen und Illegalen, zwischen Staat und organisierter Kriminalität, verrechtlichtem und rechtlosem Leben verschwimmen. Im Gegensatz zur politischen Gewalt des vergangenen Jahrhunderts hat diese neue Gewalt keine klar erkennbaren Schaltzentren und oft kein erkennbares Ziel. Sie ist expliziter und zugleich undurchschaubarer, lokaler und globaler: scheinbar jede:r kann ihr Akteur oder Opfer sein, vermeintlich überall.

ISBN 978-3-85476-944-6     23,00 €  Portofrei     Bestellen

Wie können wir die Beziehungen zwischen Ebenen und Orten unserer gewaltsamen Gegenwart denken - vom Körper bis zum Globalen, von Europa zu Lateinamerika? Wo und von wem wird Macht heute organisiert und ausgeübt? Welchen Zweck erfüllt die Gewalt, und wie können wir ihre globale Verstrickung entschlüsseln? Wie können wir über sie sprechen, wie sie darstellen, was dagegen tun?

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Die Herausgeber/innen:

Timo Dorsch arbeitet an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Journalismus. Im Mandelbaum Verlag ist 2020 sein Buch Nekropolitik. Neoliberalismus, Staat und organisiertes Verbrechen in Mexiko erschienen.

Jana Flörchinger arbeitet als freie Referentin und Kuratorin zu feministischen Strategien und sexualisierter Gewalt.

Börries Nehe koordiniert die International Research Group on Authoritarianism & Counter-Strategies der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

 

Erstellt: 31.07.2022 - 10:34  |  Geändert: 31.07.2022 - 10:35