Phrase unser. Die blutleere Sprache der Kirche. Von Philipp Gessler und Jan Feddersen

"Haltung zeigen", "abholen", "hinschauen": Die kirchliche Sprache verdient das Prädikat "scheinheilig". So sozialpädagogisch-psychologisch ihre Tonlage auch anmutet, in Wirklichkeit basiert sie auf Vermeidung und Vertuschung. "Kirchensprech" negiert tendenziell alles, was wehtut: Hierarchien und Konflikte werden so schlichtweg verdrängt. Der offizielle Duktus ist moralisierend, weder die Sprache der Arbeiterschaft noch die der intellektuellen Elite findet sich wieder. Schonungslos, aber in Sorge um das Verschwinden der Kirchen zeigen Feddersen und Gessler, wie ausgeblutet der Jargon der Kirche inzwischen ist.

ISBN 978-3-532-62844-7     20,00 €  Portofrei     Bestellen

 

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Inhaltsverzeichnis

Die Autoren:

Jan Feddersen, geboren 1957, ist Redakteur bei der Berliner "taz".

Philipp Gessler, Jahrgang 1967, war viele Jahre Redakteur der taz und von "Deutschlandfunk Kultur". Seit 2017 ist er Redakteur von "zeitzeichen". Er ist Autor der Bücher "Der neue Antisemitismus. Hinter den Kulissen der Normalität" (2004) und "Wolfgang Huber. Ein Leben für Protestantismus und Politik" (2012).

 

Erstellt: 09.01.2021 - 10:34  |  Geändert: 02.02.2021 - 17:29