Die Auswirkungen der Klimakrise und fortschreitender Umweltzerstörung sind deutlicher erkenn- und spürbar als jemals zuvor. Nicht nur NGOs und neue (Jugend-)Bewegungen, sondern auch die Vereinten Nationen, Politiker_innen aller Lager, ja selbst beträchtliche Teile des Wirtschaftssektors sehen sich zum Handeln veranlasst. Und so passiert es, dass sich der Kapitalismus in neuem Gewand präsentiert: Der grüne Kapitalismus will Teil der Lösung sein, ist aber vielmehr Teil des Problems. In seiner "weiterentwickelten", grünen Form wird die Natur nach wie vor explizit in eine ausbeuterische und zerstörerische kapitalistische Logik miteinbezogen - vorgegeben wird dabei jedoch, die Natur und den Planeten dennoch schützen und wertschätzen zu können.
Streit ums Politische: »Was, wenn wir falsch lagen?«
Quelle: Schaubühne Berlin
auf YouTube (01.12.2025) 1:16:00
Videokanal: Schaubühne Berlin
Ist die Vision eines grünen Kapitalismus gescheitert? Welche Möglichkeiten bleiben heute einer dezidiert grünen Politik? Im letzten Gespräch der diesjährigen Reihe zeichnet Heinz Bude im Gespräch mit dem Soziologen Sighard Neckel den Niedergang eines großen politischen Projekts nach: Neckel untersucht ideengeschichtliche, ideologische und politische Verschiebungen und fragt nach den Möglichkeiten künftiger Generationen: Welche Alternativen gibt es zu einer Politik der Großen Transformation unserer Lebensverhältnisse, um nachhaltig die Lebensgrundlagen abzusichern?
Erstellt: 10.01.2026 - 15:39 | Geändert: 10.01.2026 - 15:39