Diese Ausgabe der Zeitschrift RotFuchs versteht sich als ein linkes Diskussionsorgan, das eine scharfe Kritik am westlichen Imperialismus und der aktuellen deutschen Außenpolitik übt. Das zentrale Thema ist die historische Aufarbeitung des Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941, wobei die Autoren die enormen Opfer der Roten Armee würdigen und gleichzeitig vor einer gefährlichen Kontinuität deutscher Machtansprüche warnen. In den Texten wird die heutige Unterstützung für die Ukraine als ein „dritter Anlauf“ des deutschen Militarismus interpretiert, der laut den Verfassern durch Russophobie und eine fatale Nähe zur NATO das Risiko eines nuklearen Konflikts erhöht. Neben diesen geschichtspolitischen Analysen befasst sich das Heft mit aktuellen geopolitischen Spannungen, insbesondere einem fiktiv oder perspektivisch beschriebenen globalen Hybridkrieg, in dem sich eine neue strategische Allianz zwischen Russland, China und dem Iran gegen die Vorherrschaft des US-Finanzkapitals formiert. Insgesamt verfolgt die Quelle das Ziel, eine radikale Antikriegshaltung zu mobilisieren und die Leser von der Notwendigkeit einer diplomatischen Umkehr gegenüber Russland zu überzeugen.
Ein Krieg wie kein anderer – Die verdrängte Wahrheit über Barbarossa | Ulrike Guérot & Hauke Ritz
auf YouTube (27.11.2025) 1:12:55
Hellbecks Buch ist ein Meilenstein der Gegenwartshistoriografie und ein radikaler Einschnitt in die deutsche Erinnerungskultur.
Es rekonstruiert den deutschen Vernichtungskrieg im Osten anhand von Tagebüchern, Briefen, Protokollen und der frühen sowjetischen Dokumentation – und öffnet ein Fenster in eine historische Realität, die in Westeuropa weitgehend verdrängt wurde.
Im Zentrum steht die These:
Der Kern des nationalsozialistischen Projekts war nicht primär der Antisemitismus – sondern der Antibolschewismus.
Der Antisemitismus diente als ideologisches Vehikel, um die Arbeiterklasse von einem sozialistischen Projekt abzubringen und einen „Kreuzzug gegen den Bolschewismus“ zu legitimieren.
Hellbeck zeigt damit eine erschütternde Revision der gängigen Geschichtsschreibung – und macht sichtbar, wie sehr die westliche Erinnerungskultur die Opfer und Rolle der Sowjetunion marginalisiert hat.
🔍 Themen dieser Folge:
– Der Vernichtungskrieg als ideologische Finalschlacht: Faschismus vs. Sozialismus
– Warum der Antisemitismus als „Köder“ eingesetzt wurde
– Die Sowjetunion als Träger universeller Ideen: Aufklärung, Humanismus, Universalismus
– Die Rolle der Roten Armee: Befreiungskampf statt ethnische Mobilisierung
– Wie das NS-Regime Straffreiheit, Hunger und Massenexekution als Kriegsinstrumente einsetzte
– Partisaninnen und Partisanen: Widerstand, Würde, Dokumentation
– Ilja Ehrenburgs Tagebücher und die sowjetische Kriegschronik
– Die Genickschussanlagen, Gaswagen und die Vernichtungspolitik im Detail
– Westukraine und Kollaboration: historische Linien, die bis heute wirken
– Erinnerungskultur in Deutschland, den USA und Osteuropa – und ihre Blindstellen
– Warum die Gleichsetzung von Faschismus und Sozialismus („Totalitarismus-Theorie“) historisch verkürzt ist
– Was diese Revision für das heutige Europa bedeutet – politisch, moralisch und geopolitisch