Nehmt den Jesus vom Kreuz. Zu Ostern spricht man gern von Hoffnung, Erlösung und Neubeginn. Doch was, wenn eines der mächtigsten Symbole des christlich geprägten Abendlandes zugleich ein Bild der Gewöhnung ist – an Leid, an Opfer, an die stille Veredelung von Gewalt. Eine persönliche Erinnerung, ein Gespräch über Jesus, Kreuz und inneren Glauben und der Blick auf eine Gegenwart aus Krieg, Deutung und moralischer Selbstberuhigung führen zu einer unbequemen Frage: Welchen Symbolen geben wir eigentlich noch immer unsere Kraft? Essay von Sabiene Jahn Global Bride 08.04.2026
Christentum (Thema)
Zynismus und Ressentiments breiten sich in der Gesellschaft aus. Das Therapeutikum dagegen ist eine kluge Radikalität, die sich vom Guten her erschließt – so die These von Jürgen Manemann, der dafür argumentiert, dass das Gute den Blick auf die Wirklichkeit schärft.
Kluge Radikalität setzt verkrustete Verhältnisse in Bewegung und lässt Menschenmögliches Realität werden.
Afrika - mit 54 Staaten, über 2000 Sprachen und der jüngsten Bevölkerung der Welt - ist bunt und vielfältig. In Europas Erzählung vom "schwarzen Kontinent" klingt diese Vielfalt selten an. Lutz van Dijks Geschichte Afrikas will es anders und beleuchtet unzählige Facetten des Kontinents.
Sie beginnt bei der Entstehung des Erdteils und den ersten Menschen, die von hier aus in alle Welt wanderten. Sie erzählt von den frühen Hochkulturen im islamischen Norden und den christlichen und traditionell-afrikanisch geprägten Kulturen im Süden, vom Leben in der Steppe und in den modernen Großstädten.
Schillernd und fremd, lässt sich Radikalität zu allen Zeiten und in allen Kulturen mit ihrem Hang zum Unbedingten beobachten. Fast immer wirkt sie anstößig und beschämend, wenn auch in Philosophie und Kunst seltener als in Religion, Politik, Gesellschaft. Attraktiv bleibt sie, weil sie etwas Essentielles verspricht: die Schließung des mitunter feinen Risses zwischen Theorie und Praxis, als Versprechen der eigenen Unerpressbarkeit.
Schillernd und fremd, lässt sich Radikalität zu allen Zeiten und in allen Kulturen mit ihrem Hang zum Unbedingten beobachten. Fast immer wirkt sie anstößig und beschämend, wenn auch in Philosophie und Kunst seltener als in Religion, Politik, Gesellschaft. Attraktiv bleibt sie, weil sie etwas Essentielles verspricht: die Schließung des mitunter feinen Risses zwischen Theorie und Praxis, als Versprechen der eigenen Unerpressbarkeit.
Die Geschichte des europäischen Fortschritts ist eng mit menschlichen Vorstellungen über die Natur verbunden. Von der kolumbianischen Entdeckung bis in die Neuzeit spiegelt sich in den Erzählungen darüber ein dialektischer Leitdiskurs der Naturunterwerfung und Naturbewahrung. Die jeweils zeitgenössischen Einzeldiskurse kommunizieren dabei durch die Jahrhunderte miteinander – von der siegreichen Bemächtigung der Natur bis zu Beschwörungen ihres Erhalts.
»Leben ist mehr als Kapital« – diesen Schluss hat Ulrich Duchrow schon 2002 gezogen. Seit den 1960er-Jahren engagiert er sich für eine gerechtere, lebenswerte Welt für alle Menschen.
Wie werden zukünftige Generationen noch leben können und was können wir dafür tun? Das war und ist über mehrere Jahrzehnte die zentrale Frage der weltweiten Kirche auf allen Ebenen, besonders im Rahmen des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), der Lutherischen und Reformierten Weltbünde (LWB und RWB).
Der einst positiv besetzte Begriff «Fortschritt» ist in einer unruhigen Welt zur Projektionsfläche für Zukunftsängste geworden. Tatsächlich gibt es für die Zurückweisung des Fortschrittsbegriffs gute theoretische, aber auch praktisch-politische Gründe, schon allein aus historischem Blickwinkel, weil er zur Legitimation von Machtpolitik insbesondere gegenüber kolonisierten Menschen verwendet wurde.
Allerdings wäre es unangemessen, so die Physikerin und Philosophin Annette Schlemm, «das Kind mit dem Bade auszuschütten». Sie fordert jedoch, nur noch Vorstellungen vom «Fortschritt» aufrechtzuerhalten, die die vielen berechtigten Kritikpunkte ernst nehmen, also z.B. keine teleologischen, deterministischen Vorstellungen mehr beinhalten.
Aufrüstung, Abschreckung, Angst vor dem Krieg - diese Themen sind präsenter denn je. Manche Politiker sprechen gar von einer Zeitenwende. Bemühungen, die Bevölkerung wieder in einen "kriegstüchtigen" Zustand zu versetzen, dringen bis in die Schulen und Kinderzimmer vor. Doch sind eine starke Armee und ein durchdachter Kriegsplan wirklich eine Garantie für den Frieden?
Gert Hellerich tritt für ein Umdenken ein - weg von der Kriegslogik hin zu einer Strategie der "Friedenstüchtigkeit", vom Hass zur "Entfeindung", zur Partnerschaft für den Frieden.
Die Geburtsstunde des europäischen Romans
Der spanische Thronfolger Florio und die Waise Biancifiore wachsen gemeinsam auf und verlieben sich. Doch Florios Vater ist gegen die Verbindung und verkauft Biancifiore an Sklavenhändler nach Babylon. Unter dem Decknamen »Filocolo«, »Liebesmüh«, begibt sich Florio auf die abenteuerliche Suche nach seiner Geliebten.
Die seit einiger Zeit in Politik und Medien vorherrschende Auffassung von Antisemitismus sorgt für Konflikte. Wissenschaftlich ist sie umstritten. Manche Kritiker warnen davor, einen »israelbezogenen Antisemitismus« zur Einschränkung von Grundrechten zu benutzen. Georg Auernheimer prüft verschiedene Definitionen und vergewissert sich, was Antisemitismus ausmacht und wie er sich äußert.