Samir Amin ( * 3. September 1931 in Kairo; † 12. August 2018 in Paris) war ein ägyptisch-französischer Polit-Ökonom und Kritiker des Neokolonialismus. Er prägte den Begriff „Eurozentrismus“ bereits 1988 und gilt als Pionier der Dependenztheorie und bedeutender Vertreter der Weltsystem-Theorie. 

Von 1957 bis 1960 war er Mitarbeiter der ägyptischen Behörde für ökonomische Entwicklung, von 1960 bis 1963 Berater der Regierung Malis, danach Direktor des afrikanischen Instituts für ökonomische Entwicklung. Er leitete das Dritte-Welt-Forum in Dakkar und war Präsident des Weltforums für Alternativen. Bis zu seinem Tod 2018 hat er zahlreiche Beiträge und Schriften international veröffentlicht.

Wikipedia (DE): Samir Amin  |  Wikipedia (EN): Samir Amin  |  Wikipedia (FR): Samir Amin

1. Auflage 20.09.2013 , Deutsch

These texts by Samir Amin have been selected for the purpose of encouraging readers to learn more about his work to trace the historical trajectory of capitalism, which has consistently produced polarization at the global level.

Diese Texte von Samir Amin wurden ausgewählt, um die Leser zu ermutigen, mehr über seine Arbeit zu erfahren, mit der er den historischen Verlauf des Kapitalismus nachzeichnet, der auf globaler Ebene immer wieder zu Polarisierung geführt hat. 

ISBN 978-3-319-01115-8 1. Auflage 20.09.2013 53,49 € Portofrei Bestellen (Buch)
13.09.2019 , Deutsch

Die in Europa entstandene Moderne, die Vernunft und Emanzipation verband und auf säkularen Grundlagen den Weg zur Demokratie erschloss, befindet sich in einer tödlichen Krise. Die Widersprüche der kapitalistischen Globalisierung, aus der sie hervorging - mit der in diesem Rahmen unaufhebbaren Polarisierung der Welt in Zentren und Peripherien - führen zu einer Abkehr von ihren universalistischen Prinzipien und zur Flucht in einen Kulturalismus, der das jeweils "Besondere" betont. Samir Amin entwickelt ein neues Verständnis der Moderne, das auf wirklich universellen Prinzipen beruht, indem er die historischen Grundlagen ihres auf Europa zentrierten, ideologisch verzerrten Denkens freilegt.

ISBN 978-3-946946-08-3 13.09.2019 25,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
26.02.2019 , Deutsch

Nationale Souveränität ist in weiten Teilen des herrschenden Diskurses in Verruf geraten. Aber nicht, weil die Interessensvertreter der besitzenden Klassen den Nationalstaat auflösen wollen. Im Gegenteil: Dieser soll dem globalen Machtanspruch führender Kapitalgruppen entsprechend auf eine höhere, supranationale Ebene gehoben werden. Auf diese Weise bleibt die Funktion des Nationalstaats, nämlich die Durchsetzung von Klasseninteressen und die Aufrechterhaltung von Ausbeutungsstrukturen, nicht bloß erhalten, sondern wird erweitert. In den USA ist die „nationale Souveränität“ längst zum Werkzeug großräumig agierender US-Konzerne mutiert, die sich mit Hilfe des militärisch-industriellen Komplexes über das Völkerrecht stellen.

ISBN 978-3-85371-453-9 26.02.2019 17,90 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)