Ali und Malika sind erst vor kurzem in eine schicke Wohnung im Pariser Viertel Belleville eingezogen: Sie sind jung und verliebt, die Zukunft liegt ihnen zu Füßen, beste Aussichten erwarten sie. Ali, gebürtiger Marokkaner, brillanter Ingenieur, lebt seit nunmehr 10 Jahren in Frankreich. Malika ist Lehrerin, spricht kein Arabisch und weiß so gut wie nichts über die Kultur ihrer marokkanischen Eltern. Ihr Glück könnte perfekt sein, wenn Ali sich nicht plötzlich gezwungen sehen würde, seine Arbeit aufzugeben: Wegen seiner Herkunft hat das IT-Unternehmen, das ihn beschäftigt, ihn von einem sensiblen Projekt abgezogen, an dessen Entwicklung er bereits seit Monaten gearbeitet hat. Ali ist frustriert und sieht seine Lage immer pessimistischer, er versinkt zunächst in der Hoffnungslosigkeit und gleitet dann in den Extremismus. Der Alltag wird für das Paar zur Hölle ...
Fouad Laroui (Jg. 1958) absolvierte in seiner marokkanischen Heimat den französischen Bildungsweg, wurde dann an der École nationale des Ponts et Chaussées in Paris als Ingenieur diplomiert und promovierte später in Wirtschaftswissenschaften. Er leitete zunächst eine Mine in Marokko, kehrte aber dann seiner Karriere als Ingenieur den Rücken zu und ging nach England. Heute lebt er in Amsterdam und unterrichtet französische Literatur und Philosophie. Neben seiner Lehrtätigkeit arbeitet Laroui als Literaturkritiker und Schriftsteller. Er hat inzwischen neun Romane veröffentlicht und zahlreiche Essais und Erzählungen. Mehrfach wurde Fouad Laroui ausgezeichnet, darunter mit dem prix Albert Camus, dem prix Méditerranée, dem prix du meilleur roman francophone, dem prix Goncourt de la nouvelle. Merlin Verlag (31.07.2026)
Wikipedia (DE): Fouad Laroui