Zeit online (Medienpräsenz)

4:26

In Deutschland erleben People of Color Diskriminierung und #Alltagsrassismus. Warum ist das noch so? "Sich mit #Rassismus auseinanderzusetzen, ist schmerzhaft – weil Rassismus schmerzhaft ist", sagt Jule Bönkost im Video. Die eigene Normalität, ihre Gewohnheiten und Sichtweisen müssen infrage gestellt werden, man selbst wird herausgefordert. Als #Weiße musste Bönkost selbst lernen, was es bedeutet, weiß zu sein. Die Auseinandersetzung kann Scham und Schuld hervorrufen – Gefühle, denen man sich eigentlich nicht stellen will.

Jule Bönkost leitet zusammen mit Josephine Apraku das IDB, das Institut für diskriminierungsfreie Bildung. Sie sagt: Rassismuskritisches Wissen fliege einem nicht einfach zu. Aber: Mit Anti-Rassismus-Workshops, -Fortbildungen und entsprechender Literatur könne jeder und jede kritisches Weißsein lernen.

Rassismus ist eine Form der Diskriminierung, die schon über 500 Jahre existiert. Seine Aufarbeitung kann deshalb nicht schnell oder leicht gehen. Wie schafft man es, nicht abwehrend auf die Konfrontation mit dem eigenen Rassismus zu reagieren? Ein Video aus dem Archiv; dieses Video ist erstmals am 08. Juli 2020 auf zeit.de erschienen.
 

1:43

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels gegen den Iran als "völkerrechtswidrig" kritisiert. "Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen", sagte Steinmeier in seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin. "Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel", sagte er. Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen.

Wenn das Ziel des Krieges tatsächlich gewesen wäre, den Iran am Bau einer Atombombe zu stoppen, dann sei er das Resultat eines politisch verhängnisvollen und vermeidbaren Fehlers. "Wir waren nie so weit entfernt von einer atomaren Bewaffnung des Iran", sagte Steinmeier und verwies auf den Abschluss des internationalen Atomabkommens mit dem Iran 2015. US-Präsident Trump habe dieses Abkommen scheitern lassen. In seiner ersten Amtszeit kündigte er das Abkommen auf, "in seiner zweiten Amtszeit nun führt er Krieg", sagte Steinmeier.

22:01

Offiziell begründet Donald Trump das Vorgehen gegen Venezuela mit dem Kampf gegen den Drogenhandel. Doch Experten widersprechen: Venezuela spielt im internationalen Kokainhandel nur eine begrenzte Rolle. Trotzdem setzen die USA ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf Präsident Nicolás Maduro aus. Die US-Regierung sieht Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an und wirft ihm vor, das kürzlich als terroristische Organisation eingestufte sogenannte Kartell der Sonnen zu führen, ein mutmaßliches Netzwerk aus Offizieren der venezolanischen Streitkräfte.

Seit September haben US-Truppen 21 Boote in der Karibik angegriffen und zerstört, mindestens 80 Menschen wurden dabei getötet. Frankreichs Außenminister bezeichnet die US-Luftschläge als völkerrechtswidrig. Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnt angesichts der verstärkten amerikanischen Militärpräsenz vor Risiken im venezolanischen Luftraum. Zahlreiche Airlines streichen ihre Flüge.

Maduro spricht von einer Gefährdung der Stabilität und Sicherheit des Landes und kündigt an, über vier Millionen Reservisten bewaffnen zu lassen. Droht eine militärische Eskalation zwischen Venezuela und den USA

Wie es einer Bande von Managern gelungen ist, den größten Scam der deutschen Nachkriegsgeschichte auszuführen, und warum er so lange unentdeckt blieb – darüber spricht in Folge 276 Ingo Malcher, Wirtschaftsredakteur bei der ZEIT, mit den Podcast-Hosts Anne Kunze und Daniel Müller.

44:31

Susan Neiman im Gespräch mit Elisabeth von Thadden.