Ein mutiges kleines Dorf in Südtirol und eine machtvolle Agrarlobby, die sich das lukrative Geschäft mit Pestiziden nicht verderben lassen will - für Alexander Schiebel wurde dies zum Albtraum: Weil er die Geschichte in seinem Film und Buch »Das Wunder von Mals« publik machte, wurde er vor Gericht gezerrt. Als SLAPP (Strategic Lawsuit Against Public Participation) sind derartige Einschüchterungsversuche bekannt, bei denen so lange geklagt wird, bis kritische Stimmen aus der Zivilgesellschaft verstummen. Schiebel erzählt von seinem und anderen Fällen und bringt die Machenschaften der Mächtigen dadurch aufs Tableau.
SLAPP (engl. strategic lawsuit against public participation = Strategische Klage gegen öffentliche Beteiligung; engl. slap = Ohrfeige, Schlag ins Gesicht) ist ein Akronym für eine rechtsmissbräuchliche Form der Klage, die den Zweck hat, Kritiker einzuschüchtern und ihre öffentlich vorgebrachte Kritik zu unterbinden. Sie wird in den meisten Fällen von Unternehmen, seltener von Privatpersonen oder Behörden, gegen NGOs oder Individuen angestrengt, welche die Geschäftspraktiken des Unternehmens, die Aktivitäten des Individuums oder der Behörde öffentlich kritisieren.
Wikipedia (DE): SLAPP