Die Lüge der digitalen Bildung. Von Gerald Lembke u. Ingo Leipner

Die Lüge der digitalen Bildung. Von Gerald Lembke u. Ingo LeipnerWarum unsere Kinder das Lernen verlernen. Die zunehmende Digitalisierung macht auch vor unserem Bildungssystem nicht Halt - die Stimmen, die mehr Einsatz von digitalen Medien beim Lehren und Lernen fordern, werden immer lauter.

ISBN 978-3-86881-568-9     19,99 €  Portofrei      Bestellen

Schon die Kleinsten sind an iPads gewöhnt, Schulen setzen immer mehr auf digitale Medien und bei der beruflichen Weiterbildung sind Tablets und digitale Whiteboards inzwischen üblich. Eine Entwicklung, die nicht nur Vorteile mit sich bringt - ganz im Gegenteil.

Gerald Lembke und Ingo Leipner zeigen die dunkle Seite der Ökonomisierung und Digitalisierung von Bildung. Kinder und Jugendliche entwickeln ein bulimieartiges Lernverhalten: Dinge werden schnell und kontextfrei auswendig gelernt, in der Prüfung "ausgekotzt" - und sofort wieder vergessen. Die Autoren belegen diese und andere Gefahren für unser Bildungssystem. Eine eindringliche Warnung - und ein Plädoyer für eine durchdachte Nutzung digitaler Medien.

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Interview

Digitale Bildung - eine Lüge? Ingo Leipner über frühkindlichen Medienkonsum, digitalfreie Oasen, e-learning und MOOCs Die überfällige Digitalisierung aller Unterrichtsräume - von den Hörsälen hinab über die Klassenzimmer bis zu den KiTa-Räumen - ist zur Zeit in aller Munde.
Deutschland, so ist zu lesen, sei im internationalen Vergleich abgehängt, was die Früherziehung im Umgang mit digitalen Medien angehe. Programme, die jedem Schüler ein Tablet und jedem Klassenraum ein Smartboard verschaffen wollen, sind die Lieblingskinder der Politik. Und sogar die Geo, sonst durchaus für kritische Berichterstattung zu haben, veröffentlichte vor wenigen Monaten einen Jubelartikel über die Segnungen des individualisierten, professionalisierten Unterrichts im digitalen Klassenraum.
Gerald Lembke, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Medienmanagement und Studiengangsleiter für Digitale Medien an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, und der Wirtschaftsjournalist Ingo Leipner halten dagegen. In ihrem Buch "Die Lüge der Digitalen Bildung. Warum unsere Kinder das Lernen verlernen" erörtern sie die Gefahren, die frühkindlicher Medienkonsum, e-learning und MOOCs mit sich bringen: fehlender Wirklichkeitsbezug, crossmediales Marketing, extrinsische statt intrinsischer Motivation, technologie- statt pädagogik-getriebene Digitalisierung, um nur einige Schlagworte zu nennen. Ihre Kernthese: "Eine Kindheit ohne Computer ist der beste Start ins digitale Zeitalter." Ist die Digitalisierung der Klassenräume tatsächlich eine große Kulturkatastrophe? Für Telepolis führte Konrad Lehmann ein Interview mit Ingo Leipner. →
Telepolis 04.08.2015

 

Erstellt: 31.03.2015 - 11:40  |  Geändert: 17.08.2015 - 07:15