Der große Wunsch
Roman
Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2023: Feinfühlig und scharfsinnig erzählt Sherko Fatah eine erschütternde Vater-Tochter-Geschichte vor dem Hintergrund der Konflikte im Nahen Osten, die auch das heutige Westeuropa längst erreicht haben.
Eine Tochter verschwindet. Sie ist aufgebrochen, um sich in Syrien mit einem Glaubenskrieger zu verheiraten, den sie im Internet kennengelernt hat. Zurück bleibt ein Vater, der sich Vorwürfe macht. Hätte Murad seiner Tochter Naima nur mehr von seinem Herkunftsland erzählt, von dem er sich hier in Deutschland endlich gelöst hat. Hätte er ihren Fremdheitsgefühlen nur mehr Beachtung geschenkt. Vielleicht wäre sie dann nicht im Namen der Religion in eine Welt heimgekehrt, die ihr vollkommen unvertraut ist. Murad sieht nur eine Lösung: Er muss Naima finden.
Und so nimmt er Kontakt zu Schleusern auf, reist in das Kurdengebiet an der türkisch-syrischen Grenze und stellt sich dabei auch seiner eigenen Vergangenheit. Als ihm die Schleuser ein Audiotagebuch präsentieren, das von einer Frau in Rakka aufgenommen wurde, mit großer Wahrscheinlichkeit Naima, entscheidet Murad, die gefährliche Reise in das Herrschaftsgebiet des Islamischen Staates auf sich zu nehmen ...
Rezensionen
Rezension [Podcast 05:03] Von Sigrid Löffler Deutschlandfunk Kultur 05.09.2023
Eine junge Frau aus Deutschland folgt einem IS-Kämpfer nach Syrien. Der neue Roman „Der große Wunsch“ von Sherko Fatah ist erschütternd aktuell: eine Vater-Tochter-Geschichte um das Problem der Verführbarkeit durch Ideologie. [Podcast 19:36] Von Tobias Lehmkuhl Deutschlandfunk 03.09.2023
Weitere Pressestimmen
»Einer der politisch hellsichtigsten deutschen Schriftsteller.« DIE ZEIT
»Fatah erzählt zugleich mit filmischer Rasanz und einer scharf konturierten Genauigkeit.« Deutschlandfunk Kultur
